Nach dem Beginn der Wintergerstenernte in Bayern entwickelt sich das Marktgeschehen erst allmählich. Es gibt kaum noch nennenswerte Vorräte an alterntiger Gerste in den bäuerlichen Veredelungsbetrieben. Dies erklärt die regional recht gute Nachfrage aus der Ernte heraus. Beim Handel zwischen den Landwirten wird von Preisen um 170,00 €/t bis maximal 175,00 €/t berichtet.

Besonders hoch sind die Gebote in den Regionen, die von Hochwasser und Hagel betroffen waren. Der Erfassungshandel berichtet im Schnitt ex Ernte von etwa 160,00 €/t als Erzeugerpreise. Als Basis gilt bei den Abrechnungen ein Hektolitergewicht von 62 kg.

Vereinzelt werden den Landwirten auch nur um 150 €/t frei Erfassungsbetrieb geboten. Die Mischfutterhersteller zeigen sich als Käufer ebenfalls interessiert. Die hier genannten Erlöse sollen um knapp 170,00 €/t und in Ausnahmen  bis 180,00 €/t franko liegen. Dabei gibt es erhebliche regionale Abweichungen.

Am Kassamarkt in Hamburg ist ein leichter Anstieg der Gerstenkurse zu beobachten. Gerste notiert bei 182,00 €/t. Das Auf und Ab dürfte weiter anhalten, solange keine eindeutigen Ergebnisse zur Qualität vorliegen. Einen Lichtblick gibt es heute morgen an der Pariser
Warenterminbörse Matif. Bis zum Mittag kann der Novemberkontrakt seinen positiven Lauf beibehalten und kann mit 194,50 €/t um 0,50 €/t den Schlusskurs vom Dienstag übertreffen.
Auch der Rapshandel in Paris ist in positiver Stimmung. Es gibt bis zum Mittag ein Plus um 0,50 auf 386,25 €/t zu verbuchen. (HH/da)
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