Die Situation für den deutschen Markt bleibt gleichförmig. Das Angebot ist anhaltend klein, die Nachfrage ruhig. Daraus resultierend deutet sich ein unveränderter Marktverlauf an. Die europäische Vergleichsnotierung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) behauptet sich bei 1,346€/kg Schlachtgewicht hier zu Lande und verbleibt damit im unteren Preissegment. Lediglich in den Niederlanden, Belgien und Österreich fallen die Notierungen geringer aus.

Insgesamt betrachtet verharrt der europäische Schlachtschweinemarkt in der laufenden Schlachtwoche auf gleichbleibendem Niveau. Flächendeckend berichten Marktteilnehmer von einem geringen Angebot an schlachtreifen Schweinen. Insbesondere im Süden ist diese Entwicklung durch die sommerliche Hitze begründet und resultiert in geringen Tageszunahmen. Auch in Spanien bleibt der sommerliche Preisanstieg zurück, was sich in einem aggressiven Vorgehen der Spanier auf den Exportmärkten bei Schweinefleisch äußert.

In Frankreich zogen die Notierungen zuletzt um 2,8 Cent an. Trotz der positiven Entwicklung im Vergleich zum Rest Europas setzen im Land die Erzeuger ihre Streiks fort, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Auch in Großbritannien ist der Unmut groß und führt zu beginnenden Protesten der Erzeuger. (az)
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