Düngemittel

Uralkali sieht Zeichen der Erholung

Die Nachfrage nach Kalidünger schwächelte zu Jahresbeginn, scheint sich nun aber wieder zu beleben.
-- , Foto: Uralkali
Die Nachfrage nach Kalidünger schwächelte zu Jahresbeginn, scheint sich nun aber wieder zu beleben.

Uralkali rechnet in diesem Jahr mit einer weltweit geringeren Nachfrage nach Kalidüngern. Nach 61 Mio. t im Jahr 2015 könnte der Verbrauch 2016 auf 58 bis 60 Mio. t sinken, heißt es in einer aktuellen Marktanalyse des russischen Düngemittelproduzenten. Die weitere Entwicklung hänge vor allem davon ab, wann China und Indien neue Kontrakte abschließen. In Westeuropa haben ungünstige Witterungsverhältnisse die Kalidüngung im Frühjahr beeinträchtigt. Die Landwirte werden die Nährstoffgaben aber nachholen, erwartet man bei Uralkali.

Lagerbestände in China schrupfen

In China haben sich die Kunden im ersten Quartal 2016 größtenteils aus den vorhandenen Beständen bedient. Die Lagerbestände sind dort bis Ende Mai auf 4 Mio. t gefallen, auch dank einer guten Nachfrage während der Frühjahrssaison. Angesicht der Rekordverkäufe nach China im vergangenen Jahr (16,7 Mio. t) rechnet Uralkali in diesem jahr mit einem chinesischen Importbedarf von 13,5 bis 14 Mio. t.

Schwacher Kalimarkt
In Deutschland liegen die Kalipreise auf niedrigem Niveau. Dies ist vor allem der Entwicklung auf dem Weltmarkt geschuldet. Für 40er Kail werden ab Landlagers des Agrarhandels rund 218 €/t aufgerufen. Vor einem Jahr waren es 248,00 €/t.
International ist liegen die Kurse für 60-iger Ware unter dem Vorjahresniveau von durchschnittlich 307 €/t. (da)

Indiens Importe unter Vorjahresniveau

Nach Indien werden noch immer Kontrakte aus dem Jahr 2015/16 abgewickelt. Nachteilig habe sich in diesem Jahr aber auch ein von der indischen Regierung verhängter zeitweiliger Importstopp ausgewirkt. Weil nun mit einer guten Monsun-Saison gerechnet wird und die indische Rupie gegenüber dem US-$ an Wert gewonnen hat, erwarte die Marktanalysten von Uralkali in Indien in diesem Jahr insgesamt einen besseren Kaliverbrauch als 2015. Lagerbestände könnten den Importbedarf mit 3,9 Mio. t dennoch unter das Vorjahresniveau drücken.

Stabilisierung in Brasilien

In Südostasien habe der Kaliverbrauch unter ungünstigen Witterungsbedingungen gelitten. Höhere Palmölpreise und Währungsvorteile sprächen dagegen für bessere Geschäfte. Wegen der schwachen Nachfrage im ersten Halbjahr rechnet Uralkali in dieser Region für 2016 mit einer Nachfrage leicht unter Vorjahresniveau. In Lateinamerika sind im ersten Quartal Lagerbestände aus dem Vorjahr abgebaut worden. Uralkali sieht für Brasilien nun klare Anzeichen einer Stabilisierung der Nachfrage mit einem moderaten Absatzzuwachs in 2016. Ähnlich sind die Aussichten für Nordamerika, wo schon die Frühjahrssaison gut gelaufen ist. Die Ausweitung von Anbauflächen und eine niedrige Nährstoffversorgung der Böden nach einem schwachen Jahr 2015, seien Agrumente für eine größere Nachfrage in diesem Jahr. (SB)
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