Märkte am Mittag

Verarbeiter im Süden warten ab

Leicht schwächer tendiert Mahlweizen an der Matif heute Mittag. Der Frontkontrakt März wird mit 194,25 €/t bewertet, das ist ein Minus von 0,25 €/t gemessen am Schlusskurs von Freitag. Der neuerntige Termin November verliert 1 €/t und notiert mit 184 €/t. Die Rapskurse in Paris bewegen sich seitwärts. Der Mai-Termin wird unverändert mit 376,25 €/t bewertet. In Chicago liegen Weizen und Mais vor Veröffentlichung des neuen Marktberichts "Wasde" des US-Landwirtschaftsministeriums heute Abend in den roten Zahlen, während die Sojabohnenkurse aufwärts tendieren.

Bis März dürfte sich unterdessen an der ruhigen Grundtendenz am süddeutschen Getreidemarkt wohl nur wenig ändern. Erst dann könnte der Anschlußbedarf der Verarbeitungsindustrie zu neuen Impulsen führen, vermuten Marktteilnehmer. Eine gewisse Stütze erfährt der Weizenmarkt vor allem durch die anhaltend lebhaften Drittlandexporte.

Dagegen erfährt der überregionale Handel mit Italien kaum erwähnenswerte Anregungen. Prämium-und Qualitätsweizen aus Süddeutschland lassen sich aus Wettbewerbsgründen jedenfalls in Italien nur selten platzieren. Hier und da wird etwas B-Weizen mit etwa 215 €/t franko italienischer Mühle untergerbacht.
Aktuell liegen der durchschnittliche  Erzeugerpreis für B-Weizen in Süddeuschland bei etwa 172 €/t netto, frei Erfassungslager. Für A-Weizen erhält der Landwirt noch knapp 175 €/t. E-Weizen wird wenig besprochen.

Es werden noch größere Mengen an Qualitätsweizen auf den bäuerlichen Höfen vermutet. Futterweizen wird in diesen Tagen kaum aufgerufen. (HH)
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