Märkte am Mittag

Verarbeiter sind noch gut versorgt


Von Seiten der Mühlen gibt es allerdings inzwischen vermehrt Anfragen, die aber vornehmlich der Orientierung dienen. Die Weizenpreise treten in aller Regel auf der Stelle. Dabei stützt die kleinere Maisernte das Niveau insgesamt etwas. Eine kurzfristige Trendwende ist nicht zu erkennen. Dies wird teilweise auch mit dem nicht sehr attraktiven Mehlgeschäft sowie den verhaltenen Abrufen von Mischfutter erklärt. Andererseits lassen sich vor dem Hintergrund der aktuellen Erzeugerpreise bei den Landwirten keine größeren Getreidemengen mobilisieren. So erhalten die Bauern für A-Weizen im Mittel etwa 155 bis 160 €/t netto, frei Erfassungslager. B-Weizen erzielt 148 bis 155 €/t. Es gibt allerdings regional erhebliche Abweichungen in beide Richtungen. E-Weizen mit 14,5 Prozent Rohprotein und einer Fallzahl von 280 sec. wird nur wenig aufgerufen. Hierfür sind Erzeugerpreise von 170 bis 175 €/t im Gespräch.

Ruhig aber durchaus stetig sind die Umsätze mit Futterweizen. Hier orientieren sich die Kurse häufig an den Notierungen für B-Weizen, zumal kaum nennenswerte Partien ohne Fallzahlangaben offeriert werden. Größere Neuabschlüsse kommen bei Mischfutter nur wenig zustande. Dennoch bewegen sich die Notierungen für die meisten Futtergetreidearten einschließlich Körnermais überwiegend stabil seitwärts.

Freundliche Vorgaben aus Chicago und die weiter vorhandene Unsicherheit über Niederschläge in der Schwarzmeer-Region lasse die Matif-Kurse zum Ende der Woche noch einmal steigen. Weizen legt über alle Termine zu. Der März 2016 gewinnt 1,75 €/t und notiert mittags bei 183,75 €/t. Januar-Mais gewinnt 1,25 €/t auf 172,25 €/t. Bei Raps ist keine klare Linie zu erkennen. Der November verliert leicht auf 381,50 €/t, spätere Termine notieren unverändert oder leicht fester. (HH)
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