Märkte am Mittag

Verarbeiter werben um neue Ernte


Markttendenz
Wer jetzt noch lange überlegt, Kaufofferten für Weizen auszuschlagen, könnte daneben liegen. Kurzfristige Preisausschläge nach oben, sollten zur Abgabe von Teilmengen genutzt werden. Noch immer liegen große unverkaufte Mengen auf den Höfen und beim Erfassungshandel. (da)
Die Finanzklemme in der Landwirtschaft macht sich vor allem in Ostdeutschland aber auch in Milchviehregionen wie Schleswig-Holstein bemerkbar. Viele Betriebe benötigen dringend mehr Liquidität. Insofern ist auch die Bereitschaft, Weizen zu verkaufen, gestiegen. Immer wieder kommt es auch zu Gesprächen über Kontrakte der neuen Ernte. Einige Betriebsleiter geben sich zum jetztigen Zeitpunkt, wenn auch zähneknirschend mit 130,00 bis 140,00 €/t ab ostdeutsche Station für B- und A-Weizen neue Ernte zufrieden. Dann angesichts der guten heranwachsenden Kulturen sowie der hohen Bestände ist kaum mehr mit einem Preisanstieg zu rechnen. Gerste ex Ernte wird mit 128,00 bis 130,00 €/t aufgerufen.

Die Notierungen an der Matif sind ein weiteres Indiz für die anhaltende Schwäche. Gegen Mittag notiert der Frontmonat März für Weizen unverändert bei 153,75 €/t. Am Kassamarkt in Hamburg wird Weizen mit 152,00 €/t aufgerufen. Einzig Gerste kommt noch gut weg und ist in Drittländern ein gefragter Artikel. Hier liegt das Niveau bei 130,00 €/t mit etwas Luft nach oben, da die Ware, wenn der Export anhält, knapp werden könnte.

Der Blick auf die Börse in Paris was Raps betrifft, lässt nichts Gutes erwarten. Der Kursverlauf geht steil bergab. Heute notiert Raps für den März-Kontrakt bei 351,25 €/t. Das ist schon zur Mittagszeit ein Minus von 3,00 €/t gegenüber Vortag. (da)
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