Märkte am Mittag

Verhaltenes Kaufinteresse für Weizen

Die Getreidemärkte präsentieren sich in der Karnevalswoche unverändert ruhig. Am Niederrhein gibt es Kaufinteresse für Weizen auf Basis Matif zur Lieferung April/Juli. Die gehandelten Mengen bleiben überschaubar, denn die Briefkurse liegen in der Regel 2 €/t über den Kaufideen. In Westfalen ist die Situation ähnlich. Auch dort liegt die nominelle Bewertung für Backweizen auf gleicher Basis wie die Matif-Notierung bzw. 2 €/t darüber. Für A-Weizen finden kaum Umsätze statt. Die Quotierungen bewegen sich um die 20 €/t im Westen. Nach Belgien lassen sich allerdings Prämien von 30 €/t für A-Weizen mit 13,5 Prozent Protein erzielen.
 
An der Matif startete der Weizenkontrakt heute Morgen mit Notizgewinnen bis zu 1,50 €/t. Die festere Tendenz schwächte sich schnell ab und gegen Mittag notierte der März ein leichtes Minus und knapp unterhalb 188 €/t.
 
Das Futtergetreidegeschäft den Veredlungsregionen ist ruhig. Die Futterweizenpreise haben die festeren Börsenkurse nahezu 1:1 umgesetzt. Frachtfrei Südoldenburg wurde Weizen mit 188,00 bis 189,00 €/t offeriert, die Geldkurse lagen 2,00 €/t darunter. Die Käufer können sich mit den angezogenen Forderungen für Weizen noch nicht anfreunden. In Westfalen wird Futterweizen mit dem Abschlag von 2 €/t auf Südoldenburg bei ausgesprochen ruhiger Nachfrage quotiert. Gerste profitierte kaum von den festeren Weizenpreisen. Die nominellen Preise in den Veredlungsregion bewegten sich zwischen 175,00 und 176,00 €/t.

Der Rapsmarkt in Westdeutschland gibt nur wenig her. Die Ölmühlen klagen über sehr schwache Margen und Probleme beim Öl-, aber auch beim Schrotabsatz. Die Prämien auf die Matif-Notierungen haben sich im Westen April/Juli mit 8 €/t auf Matif-Mai aber gut halten können. Für Februar März werden nur Aufgelder von 4 €/t im Westen genannt. Die Matif notierte den Mai im späten Mittag nach einem Plus von 1,50 €/t etwas oberhalb von 358 €/t. (St)
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