Märkte am Mittag

Vermarktung von Restbeständen

Bei einer ruhigen Grundtendenz ist man in Süddeutschland vornehmlich mit der Vermarktung von Restbeständen der Ernte 2014 befasst. Die Notierungen an den hiesigen Warenbörsen gaben im Vergleich zur Vorwoche fast überall etwas an Wert ab. Der physische Markt ist weiterhin recht ruhig. Hier und da kommt es zu vereinzelten Abschlüssen seitens der Mühlen, um den laufenden Bedarf zu decken. Insgesamt sind die Verarbeiter allerdings weiterhin gut versorgt und deshalb kaum am Markt.

Zurückhaltende Mischfutterindustrie

Dies trifft auch auf die Mischfutterindustrie zu. Sie hält sich mit Engagements ebenfalls zurück. Gegenwärtig liegen die Notierungen für B-Weizen mit 220 Fallzahl und 11,5 Prozent Protein  zwischen 170 bis 175 €/t frachtfrei südbayerischer Empfangstation. Für A-Weizen mit 240 Fallzahl und mindestens 13 Prozent Protein werden 187 bis 190 €/t franko angelegt.

Wie aus dem Markt zu hören ist, sind Anschlusskäufe bis zur neuen Ernte bisher nicht in dem erwarteten Umfang mit Weizen getätigt worden. Vor allem den Landwirten erscheinen die gegenwärtig genannten Preisvorstellungen des Erfassungshandels nur wenig attraktiv.  Wenn es überhaupt zu nennenswerten Abschlüssen zwischen Handel und Verarbeitern kommt, dann gibt die Matif die preislichen Vorgaben.

Das Exportgeschäft mit Weizen beschränkt sich im Wesentlichen auf die lebhafte Abwicklung bestehender Kontrakte. Auch hier fehlt es offensichtlich an Anschlusskäufen bis zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15. Entsprechend schwierig gestalten sich die Gespräche über ex-Ernte-Kontrakte. Die Händler vertrauen auf langjährige Lieferbeziehungen. Abschlüsse kommen derzeit nur wenig zustande. (HH)
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