Märkte am Morgen: Ölsaaten

Verschiedene Vorzeichen an Raps und Soja

Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse in Chicago knüpfen an ihre festere Tendenzen der Vortage an und legten gut 5 Cent/bushel zu. Der Januar schloss nur knapp unter der psychologischen Marke von 9 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 878.000 t Sojabohnen lagen zwar unter den Erwartungen, doch der Währungseinfluss  dominierte. Sojaschrot hielt sich wie zuletzt bei kleinen Kursgewinnen im hellgrünen  Bereich. Sojaöl notierte weiterhin fest.
 
Informa hat seine Prognose für die kommende brasilianische Sojabohnenernte um 400.000 t auf 101,4 Mio. t nach oben korrigiert. Gleichzeitig senkt es aber die Erwartung an die argentinische Sojabohnenernte um 500.000 t auf 58,5 Mio. t. In nördlichen und westlichen Zentralbrasilien sind in den kommenden Tagen ausgiebige Niederschläge vorhergesagt, die regionale Trockenheitsprobleme lindern dürften.
 
Raps: An der Matif reagierten die Rapskurse überraschenderweise verhalten auf die starken Währungsverschiebungen. Der feste US-Dollarkurs schlug sich nur in Notizverlusten von 0,75 €/t für Februar nieder, der mit 384 €/t schloss. Möglicherweise haben die Turbulenzen am Devisenmarkt technische Käufe ausgelöst, denn das Handelsvolumen an der Matif war mit mehr als 10.700 Kontrakten sehr lebhaft.  
 
In Winnipeg profitierte Canola-Raps dagegen vom festeren Soja und von Shortabdeckungen vor dem heutigen Ernteschätzung durch Statistics Canada. Der Markt erwartet eine Anhebung der kanadischen Rapsernte auf 15,7 Mio. t.
 
Rohöl: Die Preise konnten sich mit rückläufigen Dollarkurs etwas erholen. Brent Crudöl legte 1,35 US-$ auf 43,84 US-$/Barrel zu. WTI-Öl notierte bei 41 US-$/Barrel. Saudi-Arabien soll vor der heutigen Sitzung der Opec in Wien vorgeschlagen haben, die Förderquoten um 1 Mio. t zu kürzen. Die Saudis knüpfen ihren Vorschlag allerdings an die Bedingung, dass auch andere Förderländer außerhalb der Opec, speziell Russland, mitziehen müssten. Dies ist allerdings äußerst unwahrscheinlich und der Vorschlag der Saudis dürfte nur heiße Luft sein. (St) 
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