In seinem heutigen Bericht reduziert das amerikanische Landschaftsministerium USDA in der laufenden Saison 2015/16 die Schätzung für die Maisernten in Argentinien und Brasilien. Danach lässt sich für Brasilien nur noch eine Maisernte von 81 Mio. t erwarten und damit 3 Mio. t weniger als im April geschätzt. Aufgrund der Trockenheit in Brasilien gehen viele Analysten allerdings von einer noch niedrigeren Ernte aus. Die argentinische Maisernte wurde um 1 Mio. t auf 27 Mio. t nach unten korrigiert.
 
Für die USA lassen sich zum Ende dieser Kampagne etwas kleinere Überschüsse als zuletzt erwarten. Die Endbestände für 2015/16 werden für die USA mit 45,8 Mio. t und damit 1,5 Mio. t niedriger ausgewiesen. Die globale Maisversorgung bleibt aber reichlich, obwohl das USDA die weltweiten Endbestände für diese Kampagne um 1 Mio. t auf knapp 208 Mio. t nach unten korrigiert hat. Dennoch reagierte die Chicagoer Börse mit kräftigen Kursgewinnen bei den Mais-Futures. Sie ließen sich offenbar vom Auftrieb im Sojakomplex anstecken.

Die erste Prognose für die kommende US-Maisernte lässt aufgrund der Flächenausdehnung einen neuen Rekord erwarten. Mit einer Ernte von 366,5 Mio. t würde sie den alten Rekord aus dem Jahr 2014/15 um 5,5 Mio. t übertreffen. Die US-Maisbestände 2016/17 könnten sogar um 7,0 Mio. t auf 54,7 Mio. t ansteigen. (St)
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