Erntesegen

Viel Sommergerste in Polen

Auf 25,7 bis 26,8 Mio. t schätzt das Statistikamt in Warschau in seinen am Mittwoch veröffentlichten Zahlen die polnische Getreideernte ohne Mais. Diese Erntemenge wäre 6 bis 10 Prozent höher als im Vorjahr und läge auch deutlich über dem mehrjährigen Durchschnitt. Alle Getreidearten außer Roggen legen zu. Besonders groß ist der Zuwachs bei Sommergerste um 18 bis 21 Prozent.

Addiert man die 3,7 bis 3,8 Mio. t Körnermais, die voraussichtlich noch gedroschen werden, errechnet sich eine Gesamternte von 29,4 bis 30,6 Mio. t Getreide. Agrarverbände haben in den vergangenen Wochen in einer Spanne von 28 bis 30 Mio. t geschätzt.

Die Rapsernte könnte nach Angaben der Agrarstatisitik 2,6 bis 2,7 Mio. t erreichen. Sie wäre rund 3 Prozent kleiner als im vergangenen Jahr. Als Grund nennt das Statistikamt eine Flächeneinschränkung um 7 Prozent, die aber offenbar zum Teil von höheren Erträgen kompensiert wird. In bisherige Schätzungen von Agrarverbänden ist eine polnische Rapsernte von 2,4 bis 2,8 Mio. t Raps genannt worden.

Zum Witterungsverlauf im Juni mit umfangreichen Regenfällen heißt es in Warschau, dass die Niederschläge die Entwicklung der Hackfrüchte, des Maises und des Dauergrünlandes begünstigt habe. Von Nachteil ist nach Beobachtungen des Statistikamtes jedoch, dass alle Getreidearten zur gleichen Zeit reif werden und die Mähdrescher mit der Ernte kaum nachkommen. Außerdem könnte der Regen die Getreidequalität gemindert haben. (db)
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