Nach Angaben des Statistikamtes in Warschau sind landesweit die Herbstsaaten wesentlich besser über den Winter gekommen als im Vorjahr. Vor einem Jahr war in Polen fast ein Drittel des Wintergetreides und Winterrapses erfroren. In dieser Saison zeigen Feldbegehungen, die Ende März durchgeführt worden sind, lediglich regional Schäden nach Staunässe im Herbst oder Schneeschimmel nach dem lang anhaltenden Winter.

Aussaat auf Durchschnittsniveau

Im Herbst haben die polnischen Landwirte nach den statistischen Erhebungen etwa 1,8 Mio. ha Winterweizen, jeweils 1,1 Mio. ha Roggen und Triticale sowie rund 220.000 ha Wintergerste und Mischgetreide ausgesät. Die Anbaufläche von Winterraps beziffert das Statistikamt auf 776.000 ha. Alle Flächenumfänge entsprechen etwa den mehrjährigen Durchschnittswerten.

Exakte Bonituren der Feldbestände verzögern sich in Polen wegen des späten Vegetationsbeginns. Auch die Einschätzung zum Umfang der Frühjahrsbestellung braucht noch Zeit. Das Statistikamt kündigt eine Veröffentlichung für die zweite Maihälfte an. Möglicherweise wird sich die Maisfläche auf dem hohem Niveau von bis zu 1 Mio. ha halten, vermutet bereits der polnische Maisanbauverband PZPK. Die Kultur könnte von der verspäteten Aussaat der Sommergerste profitieren.

Bislang hatte niemand damit gerechnet, dass sich der hohe Maisanbau in Polen wiederholt. Zur Ernte 2012 war wegen der umfangreichen Auswinterungen erstmals die Millionen-Marke erreicht worden, darunter etwa 550.000 ha Körnermais und 450.000 ha Silomais. Ingesamt war die polnische Maisfläche im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Viertel gewachsen. (db)
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