Märkte am Mittag

Viel Weizen noch im Lager

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Auch Händler aus dem Norden sind in Leipzig heute vertreten. Sie werden bestürmt mit Fragen, wie es mit den Exportgeschäften weitergeht. Nachdem nach Nordafrika sehr viel Getreide auch aus Ostdeutschland geflossen ist, geht es jetzt konkret um Anschlusslieferungen. Denn immer noch gibt es genug Weizen, der auf den Betrieben liegt und auch die Handelsbetriebe vor Ort haben noch Ware liegen. Gerste dürfte dagegen weitgehend durchgehandelt sein. Interessant könnten Anfragen aus Saudi-Arabien für Weizen sein. Hier müsste sich deutscher Weizen bemühen, solange es der günstige Eurokurs noch zulässt. Denn in den Wandelhallen des Leipziger Rathauses sind die Währungskurse Euro und US-Dollar ein wichtiges Thema. Noch trumpft EU-Getreide mit einem schwachen Euro im Export. Doch schwächelt der US-Dollar weiter, könnte wieder US-Weizen die Nase beim Export vorn haben. Aktuell während des Börsengeschehens liegt der Matif-Kurs für Mai-Weizen bei 191,75 €/t.

Was die Rapseinkäufer betrifft, schauen diese verstärkt auf die Entwicklung des US-Dollarkurses. Denn solange Rohöl nicht zuletzt auf Grund der Währung weiter sinkt, sieht es für den Biodieselpreis nicht gut aus. Die Ölmühlen in der Region laufen derzeit voll ausgelastet. Für Mai-Juni sind Reparaturarbeiten wie immer gegen Ende der Saison angekündigt. Börsenteilnehmer verbinden mit ihrem Besuch auch die Hoffnung, Abschlüsse für die neue Rapsernte zu machen. Hierzu werden Preise in den nördlichen Regionen von bis zu 350 €/t ex Ernte genannt, in den südlicheren Landesteilen sind es rund 330,00 bis 335,00 €/t. An der Matif steigt Raps auf 367,50 €/t. (da)
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