Qualitätsermittlung

Viel britischer Weizen in Klasse 1


Hohe Hektolitergewichte und ein Traumergebnis bei den Fallzahlen verleihen der britischen Weizenernte eine ausgezeichnete Mahlqualität, meldet das Getreideamt HGCA nach Abschluss der Untersuchungen. Obwohl der Proteingehalt etwas geringer ausgefallen ist als im Vorjahr, erfüllen 38 Prozent der Weizenernte die Kriterien der Qualität 1. Im verregneten Vorjahr hatten lediglich 3 Prozent die in dieser Kategorie geforderten Mindestwerte von 13 Prozent Protein, 76 kg/hl und 250 Hagberg erreicht.

Fallzahl weit über Durchschnitt

Als Durchschnittswert für die Ernte 2013 nennt das HGCA 12,2 Prozent Protein, ein spezifisches Gewicht von 77 kg/hl und eine Fallzahl von 314 Sek. Dieser Hagberg-Wert liegt fast 60 Sek. über dem fünfjährigen Durchschnitt und ist der höchste seit 1999, zeigen die langjährigen Aufzeichnungen des HGCA.

Gerste statt Futterweizen

Als Konsequenz dieser Qualitätsverteilung rechnet das HGCA mit einer angespannten Versorgungssituation am Futterweizenmarkt. Allerdings hatte das Getreideamt Mitte Oktober in seiner ersten Prognose zur britischen Weizenbilanz 2013/14 berücksichtigt, dass möglicherweise die reichlicher geerntete britische Gerste im Futtertrog einige Lücken schließen kann. Außerdem sind die Verarbeiter mit ungewöhnlich hohen Getreidebeständen in diese Saison gestartet.

Weniger Bedarf im Ausland

Für deutsche Weizenexporteure, die im Vorjahr große Mengen nach England verkaufen konnten, schrumpft das Absatzpotenzial voraussichtlich. Bislang schätzt das HGCA, dass die britischen Weizenkäufe insgesamt nur halb so groß ausfallen wie 2012/13. Im vergangenen Wirtschaftsjahr stammte von den gesamten britischen Weizenimporten von 3,0 Mio. t immerhin etwa ein Drittel aus Deutschland. (db)
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