Märkte am Morgen: Ölsaaten

Vogelgrippe in USA drückt auf Soja

Sojakomplex: In Chicago verliert die Bohne bis zu 2,6 Cents/Bushel, Sojaschrot gibt bis zu 3,10 US-$/short-ton nach. Der Ausbruch der Vogelgrippe in einem sehr großen Legehennenbetrieb in Iowa lässt Befürchtungen über Auswirkungen auf die Sojaschrot- Nachfrage auskommen. Agenturberichten zufolge werden immerhin 60 Prozent der US-Sojaschrot-Produktion im Geflügelbereich eingesetzt. Mexiko hat bereits den Export von Geflügel und Eier aus Iowa gestoppt.
 
In Südamerika halten die argentinischen Farmer ihre Bohnen aus der laufenden Ernte als Sicherheit gegen den Verfall des Pesos zurück. Sie wollen erst einmal im Wahlausgang abwartend und hoffen auf eine Lockerung der Exportpolitik durch die neue Präsidentschaft.
 
China signalisiert auf Sicht weiter steigenden Importbedarf für Sojabohnen. Nach einem mittelfristigen bis langfristigen Ausblick erwartet es einen Anstieg der Sojabohnenimporte auf bis zu 82,7 Mio. t im Jahr 2024. Im laufenden Wirtschaftsjahr wird China laut den USDA-Zahlen 74 Mio. t Sojabohnen importieren.
 
Raps: Der Terminmarkt gab wenig her. Der Mai schloss unverändert, die neue Ernte legte für die beiden vorderen Termine 0,50 €/t zu. Die zuletzt sehr lebhaften Aktivitäten haben sich etwas relativiert.
In Winnipeg sorgten kleinere Gewinnmitnahmen und ein etwas schwächer kanadischer Dollarkurs für eine überschaubare Abwärtskorrektur der Canola-Futures.
 
Rohöl: Nach den Anstieg der Vorwoche setzten Gewinnmitnahmen ein. Brent Crudöl gab 1,37 US-$/Barrel und WTI 1,12 US-$/Barrel nach. Heute Morgen sind die Vorzeichen ebenfalls rot. Der vorangegangene Anstieg ist nach übereinstimmender Ansicht der Analysten spekulativ bedingt, denn die Finanzanleger haben sowohl bei Brent als auch bei WTI ihre netto Long-Positionen erheblich ausgebaut. Der Produktionsanstieg Saudi-Arabiens von 650.000 t Barrel/Tag schlägt nach Einschätzung der Commerzbank zudem weitaus stärker zu Buche, als der überschaubare Rückgang der US-Schieferölproduktion (St) 
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