Märkte am Morgen: Ölsaaten

Volatile Bohnensitzung endet im Plus

Sojakomplex: Nach einer volatilen Sitzung, in der Sojabohnen einer Bandbreite bis zu 25 Cents/Bushel gehandelt werden, setzten sich die Bullen durch. Die Kurse schlossen fester. Schrot legt sogar 6 US-$/t zu und trug mit starken Exportzahlen maßgeblich zur Unterstützung der Bohne bei.
 
Die wöchentlichen US-Exportzahlen von Sojaschrot fielen mit 303.000 t weitaus größer als erwartet aus. Mehr als die Hälfte davon betrifft zudem noch die laufende Kampagne. Bei Sojabohnen entfielen die wöchentlichen US-Exportzahlen von 890.400 t dagegen zum Löwenanteil auf die neue Kampagne. Die Exportsaison für die alte Kampagne läuft aus und das USDA vermeldete hierfür nur noch 113.500 t Boohnenexporte.
 
Charttechnisch bekam die Bohne etwas Unterstützung. Die Kurslücke, die der Maitermin am Dienstag im Chartbild hinterließ, wurde überraschend schnell geschlossen. Dies wertete der Markt als bullisches Signal. Die Spekulationen über umfangreiche Stornierungen chinesischer Sojabohnenkäufe in Südamerika suchten am Vortag noch immer nach einer Bestätigung. Heute Morgen sind die Vorzeichen in Chicago wieder rot. 
 
Raps: Auch an der Matif verlief die Sitzung etwas merkwürdig. Trotz neutralen Vorgaben vom Sojakomplex eröffnete Raps schwach. Die alte Ernte fiel bis knapp 6 €/t ins Minus. Erst als sich die Sojabohnen stabilisierten, minimierten sich die Verluste für den Frontmonat. Dennoch schloss der Mai noch 2,50 €/t schwächer. Die Termine der neuen Ernte beendeten den Börsentag mit einer Nullnummer. Die Handelsaktivitäten waren etwas verhaltener als an den Vortagen.
 
Winnipeg lässt sich derzeit von den turbulenten Sojamärkten wenig beeinflussen. Die Kurse legten erneut leicht zu und haben sich wieder eineinhalb Etagen höher und auf den höchsten Stand seit drei Monaten hochgearbeitet. Der Markt glaubt Anzeichen zu sehen, dass sich die logistischen Exportprobleme Kanadas in Kürze entspannen werden.  
 
Rohöl: Rohöl schließt durchwachsen. Von den Aktienmärkten kamen schwache Signale und die Aktienkurse fielen aufgrund der Krim-Krise auf den tiefsten Stand seit Beginn dieses Jahres. Dennoch konnte sich WTI-Öl nach den schwachen Vortagen mit positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt etwas stabilisieren. Brent Crude Öl notierte 0,63 US-$/Barrel schwächer. Anzeichen für eine verhaltenere Rohölnachfrage der Raffinerien in Europa und China sowie enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China drückten auf die Kurse. Die Opec hat angekündigt, dass sie ihre Rohöl-Exporte um 1,1 Mio. Barrel pro Tag oder 4,6 Prozent drosseln will. Damit will sie Druck vom reichlich versorgten Rohölmarkt nehmen. (St)
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