Märkte am Morgen: Getreide

Volatiler Weizen gibt nach

Weizen: An der Matif erlebte der Weizenhandel einen volatilen Tag. Die ursprünglichen Notizgewinne von bis zu 5,50 €/t bauen sich im Sitzungsverlauf mit schwächeren Vorgaben aus Chicago wieder ab. Bei Börsenschluss waren die Notierungen gegenüber dem Vortag nur noch knapp behauptet, hielten sich für die beiden vorderen Termine jedoch oberhalb der 200er-Linie. Die Handelsaktivitäten waren erneut äußerst lebhaft.
 
Die Broker von FC Stone taxieren die europäische Weichweizenernte nach Umfragen unter Kunden und einer Erntebereisung auf 140,7 Mio. t. Sie  bewegen sich damit im Mittelfeld der übrigen Schätzungen. Die Broker gehen von einer guten europäischen Weizenernte aus und erwarten von der aktuellen Hitzewelle keine wesentliche Beeinträchtigung der Weizenerträge mehr.

In Chicago setzte nach dem strammen Vortag Katzenjammer ein. Die Kurse geben nach Gewinnmitnahmen wieder deutlich nach. Die Vortagsgewinne werden zwischenzeitlich mehr als aufgezehrt, die Schlussnotierungen für die beiden vorderen Termine liegen 27,2 Cent/bushel unter dem Vortag. Am Dienstag hatten Käufer der Fonds von etwa 17.000 Weizenkontrakten eine regelrechte Hysterie auch bei den Weizenfutures ausgelöst. Das Wetter für die US-Weizenernte in den Soft-Red Winterweizengebieten bleibt allerdings weiterhin problematisch und der Markt fest.

Mais: Die Chicagoer Mais-Futures legen nach dem festen Vortag einen Konsolidierungstag ein und schließen gut behauptet. Am Vortag kaufen die Fonds Agenturberichten zufolge 25.000 Kontrakte Mais. Etwas rückläufige wöchentliche Ethanol-Bestände und den niedrigsten Vorräte seit Jahresanfang gaben unterschwellig etwas Unterstützung.

An der Matif setzte sich die festere Tendenz für Mais fort. Der August legt 3,00 €/t zu. Der November macht 2,50 €/t gut und schließt bei 190,50 €/t. Die Spitzengewinne des Tages ließen sich allerdings nicht halten. Aufgrund der aktuellen Wettersituation koppeln sich die Maiskurse etwas vom Weizen ab. Das Brokerhaus FC-Stone erwartet einer europäischen Maisernte von 66,6 Mio. t und liegt damit rund 1 Mio. t unter der IGC-Schätzung. (St)
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