Märkte am Mittag

Vorderer Raps kaum gefragt

Das Weizengeschäft zu den westdeutschen Mühlen ist kaum der Rede wert. Die meisten Mühlen sind nicht am Markt und warten die weitere Entwicklung ab, da keine neuen Mehlgeschäfte anstehen. Aber auch die Abgeber stehen nicht gerade Schlange und halten sich zurück. An der Rheinschiene war der Handel noch an Käufen für Februar/März interessiert und nannte Geldkurse von 2,00 €/t unter der Matif-Notierung. Von Mühlenseite gab es ähnliche Kaufideen, allerdings für die Termine April/Juni. In Westfalen wird der Weizen nominell etwa 2,00 €/t besser bewertet.
 
Am Terminmarkt ging es bis Mittag ausgesprochen ruhig zu. Wie schon am Vortag fehlten größere Aktivitäten. Es sieht so aus, als würde die Matif auf Impulse der Chicagoer Parkettbörse warten. Der März notierte in Paris am späten Mittag bei 194,00 €/t und somit 2,00 €/t schwächer als am Vortag.
 
Auch der Futtermittelsektor hält sich zurück. Die Veredlungswirtschaft im Südoldenburger Raum, in Westfalen und in den Niederlanden ist im vorderen Bereich gut versorgt und deckt nur einzelne kleinere Lücken ab. Auf Südoldenburg wurden Geldkurse von 187,00 bis 188,00 €/t für Futterweizen herausgehalten, für Westfalen liegen die Bewertungen 2,00 bis 3,00 €/t darunter. Für Futtergerste fehlten Geldstellen, die Quotierungen lagen bei 170,00 bis 178,00 €/t franko Nordwestdeutschland.
 
Das Rapsgeschäft ist ebenfalls ruhig. Der Januar ist im Westen komplett abgehakt und auch für Februar/März gibt es nur noch wenig Kaufinteresse. Die Nachfrage der Ölmühlen und des Handels konzentriert sich auf April/Juni. Das Prämienniveau auf die Matifnotierungen blieb recht stabil. Für den Niederrhein werden bis Juni Prämien von 6,00 €/t auf die Matifnotierungen Februar oder Mai genannt, auf Hamm liegen sie im vorderen Bereich 2,00 €/t darunter. Auf Salzgitter lassen sich nur Prämien von 1,00 bis 2,00 €/t erzielen.
 
An der Matif zeigte sich Raps heute von seiner etwas schwächeren Seite. Die Kurse für Februar März gaben am späten Mittag mit schwächeren Vorgaben vom Sojakomplex 2,25 €/t nach. Der Februar notierte knapp unter 356 €/t. (St) 
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