Märkte am Morgen: Getreide

Währung drückt auf Weizenkurs


Weizen: Die Korrekturphase an der Matif hielt an. Der Mai schloss knapp behauptet mit 167 €/t. Die neue Ernte verlor bei einem Schlusskurs von 170,50 €/t für den Dezember 0,50 €/t. Im Verlauf der Vorwoche hat sich der alterntige Weizenpreis an der Matif um 5  €/t reduziert. Neben den negativen Vorgaben aus Übersee drückt der schwächere US-Dollar bzw. festere Euro auf den europäischen Weizenmarkt. Heute Morgen notiert Euro mit knapp 1,085 US-$ und könnte für neuen Druck auf die Weizen-Notierungen an der Matif sorgen. Am Hamburger Markt haben sich die Prämien mit den rückläufigen  Börsenkursen zwar leicht auf 3,50 bis 4 €/t €/t Basis Matif-Mai verbessert, können aber Notizverluste vom Terminmarkt bei weitem nicht ausgleichen.
 
Coceral erwartet eine europäische Weichweizenernte von 144,8 Mio. t, die danach 7 % größer als im Vorjahr ausfallen könnte. Vor allem in Frankreich zeichnet sich nach den Schätzungen des europäischen Dachverbandes eine Erholung der Ernte um 10,7 Mio. t auf 38,6 Mio. t ab. Für Deutschland taxiert Coceral die kommende Weizenernte mit 21,1 Mio. t und ähnlich wie die erste Ernteschätzung des DRV.
 
In Chicago brachten Schnäppchenkäufe die Weizenkurse bis zu 3,6 Cent/bushel nach oben. Der Mai notierte mit 4,25 US-$/bushel, geht aber etwas schwächer aus der Woche. Heute Morgen geben die Weizenkurse in Chicago wieder etwas nach. In den Plains und vor allen in Kansas hat es geregnet und die kommenden Tage sind weitere Niederschläge gemeldet. Satellitenauswertungen zufolge deuten sich für die US-Winterweizenernte 13 % niedriger Erträge als im Vorjahr an.  
 
Mais: Die Mais-Futures in Chicago schlossen knapp behauptet und der Mai mit 3,56 US-$/bushel. Im Verlauf der Vorwoche hat der Frontmonat in Chicago 11 Cent/bushel eingebüßt. Nach einer Bloomberg-Umfrage planen die Farmer in den USA in diesem Jahr einen  Maisanbau auf 90,9 Mio. (Vorjahr 94 Mio.) acres. Regen im südlichen US-Maisgürtel sorgt zum Start der Maisaussaat für günstigere Bodenverhältnisse.   
 
Mais/Gerste: In Paris notierte die alte Maisernte unverändert wie am Vortag und der Juni mit 172 €/t. Die neue Ernte gab leicht nach.
Coceral erwartet für die EU in diesem Jahr eine Gerstenernte von 61,4 Mio. t (Vorjahr 59,2 Mio. t) und legt sich 1,3 Mio. t unter die Einschätzung der EU-Kommission. (St) 
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