Märkte am Morgen: Getreide

Währung hilft Matif-Weizen

Weizen: Die Notierungen an der Matif drehen im Sitzungsverlauf noch in den grünen Bereich. Der September legte 2,25 €/t zu und schloss bei 180,50 €/t. Auch der Dezember machte knapp 2 €/t gut. Die Aktivitäten an der Matif waren wie schon am Vortag nur  unterdurchschnittlich. Die festere Tagestendenz lässt sich vermutlich auf Währungseinflüsse zurückführen, denn der Euro ruderte gegenüber dem US-Dollarkurs wieder zurück. Aussagen aus Kreisen der EZB-Bank über vorgezogene Anleihekäufe drückten auf den Devisenmarkt.
 
Am Kassamarkt wurden die Quotierungen im Tagesverlauf bis zu 2 €/t nach oben korrigiert. Die Käufer am Hamburger Markt reagierten auf die festeren Börsenkurse mit einer Abwärtskorrektur der Prämien auf 2,00 bis 3,00 €/t Basis Matif-Dezember für Weizenbasis 12 Prozent Protein.
 
Aus Chicago kamen ebenfalls freundlichere Vorgaben. Die Kurse legten für die beiden vorderen Termine etwas zu. In den südlichen Plains ist es erheblich zu nass und in Texas und Oklahoma sind große Flächen überschwemmt. Die Weizenernte hat auf den sehr frühen Standorten begonnen und die Nässe hat zu erstem Auswuchs geführt.  Auch für die US-Sommerweizen-Bestände ist das Wetter nicht optimal. Die schwierigeren Bedingungen für den US-Weizen bieten etwas Aufwärtspotenzial und könnten die Fonds in Chicago zu weiteren Short-Abdeckungen animieren.
 
Argentinien wird in diesem Jahr den Weizenanbau voraussichtlich einschränken. Analysten erwarten aufgrund schwacher Deckungsbeiträge für Weizen eine Flächeneinschränkung von 10 bis 15 Prozent.
 
Mais: Die Notierungen standen erneut unter Druck. Die Bedingungen für die restliche Maisaussaat sind in Ordnung und zum Wochenende dürfte der größte Teil der US-Maisflächen bestellt sein. Fundamental gibt der Maismarkt derzeit kaum etwas her.
 
An der Matif gaben die Kurse auf nahezu allen Termin nach. Der Frontmonat Juni verlor 0,75 €/t. Der Schlusskurs von knapp unterhalb von 155 €/t hielt sich auf Seitwärtsniveau.  (St)
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