Märkte am Mittag

Warten auf Washington

Bevor die Zahlen aus dem jüngsten Marktbericht „Wasde“ des US-Agrarministeriums USDA veröffentlicht sind, zeigen sich Marktbeteiligte in der Regel sehr zurückhaltend. Dementsprechend beschreiben Makler das Geschehen am Kassamarkt und an der Börse in Paris auch heute Mittag als ruhig, bevor das USDA heute Abend seine neuen Zahlen herausgeben wird.

An der Matif zeigen die Preise wenig Bewegung. Der Kurs für Mahlweizen zum Frontkontrakt März liegt heute Mittag bei 186,25 €/t und ist damit €/t schwächer als am Vortag. Bei Raps steht zum Frontmonat Mai ebenfalls ein Minus von 1 €/t gegenüber dem Vortag und ein Preis von 356,50 €/t. Der Umsatz an der Börse ist zudem für Raps sehr dünn.

Kaum Anpassungen an Getreidebilanzen erwartet

Für Getreide rechnen Marktteilnehmer im USDA-Bericht heute Abend nicht mit neuen Impulsen. Die Exportsteuer in Russland, die seit diesem Monat für Weizenausfuhren gilt, und die freiwilligen Exportbeschränkungen für Getreide in der Ukraine werden nicht zu Korrekturen im USDA-Bericht führen, schätzen Marktteilnehmer hierzulande. In seinem Januar-Wasde geht das USDA von ukrainischen Weizenexporten von 11 Mio. t und von russischen Ausfuhren von 20 Mio. t aus. Bärisch für den Getreidekomplex könnte höchstens eine weitere Abwärtskorrektur bei den US-Weizenexporten wirken, heißt es.

Für die Ölsaaten könnten zwar durch die Wettermärkte in Südamerika Anpassungen im kommenden Wasde erfolgen. Doch Marktteilnehmer verweisen darauf, dass eine leichte Abwärtskorrektur für die brasilianische Sojabohnenernte und eine Aufwärtskorrektur für die argentinische Produktion bereits eingepreist seien. Bereits in der Vorwoche hatten die Attachés des USDA in Argentinien und Brasilien aktualisierte Schätzungen für die dortigen Sojabohnenernten herausgegeben: Für Brasilien rechnen sie mit 93 Mio. t (Januar-Wasde: 95,5 Mio. t) und für Argentinien mit 57 Mio. t (Januar-Wasde: 55 Mio. t). (pio)
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