Märkte am Morgen: Getreide

Warten auf den WASDE-Report

Weizen: An der Chicagoer Börse konnte sich Weizen nach Shortabdeckungen weiter erholen. Der Dezember notierte ein Plus von 5,6 Cent/bushel und schloss bei 4,78 US-$/bushel. Analysten zufolge könnten die Chicagoer Weizennotierungen einen Bodensatz erreicht haben, zumal sie sich in den vergangenen Tagen leicht von ihrem Tiefststand seit fünf Jahren abgesetzt haben.
 
Die Matif konnte mit den festeren Vorgaben aus Chicago wenig anfangen unter weiße stand an der gesamten Sitzung unter Druck. Der Dezember konnte sich mit 169,25 €/t noch knapp behaupten, der März gab 1,50 €/t nach. Der September Kontrakt verabschiedete sich mit einem Schlusskurs von 148,75 €/t vom Börsenparkett.
 
In Großbritannien ist die Weizenernte erst zu 70 Prozent abgeschlossen. Die Fallzahlen haben zuletzt unter feuchter Witterung etwas gelitten, doch die Qualitäten sind besser als im Vorjahr. Die Hektolitergewichte sind sehr hoch, die Proteinwerte bei Mahlweizen liegen mit 12,1 Prozent im Schnitt ebenfalls deutlich über den Vorjahreswerten.
 
Frankreich erwartet für diese Kampagne einen Weizenexport von 11 Mio. t. Dies wären 400.000 t weniger als im Vorjahr, und dies bei einer Französisch Rekordweizenernte. In der EU wurden in dieser Woche 354.000 t neue Exportlizenzen für Weichweizen  gezogen. Mit knapp 3,7 Mio. t liegen die bisherigen Lizenzziehungen fast 1 Mio. t unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.
 
Mais: In Chicago zog Mais in Erwartung einer rückläufigen USDA-Ernteschätzung 5,2 Cent/bushel an. Der Dezember notierte mit 3,74 US-$/bushel. Die heutige USDA- Schätzung wird vom Markt mit Spannung erwartet, zumal aus dem Süden der USA von enttäuschenden Maiserträgen berichtet wird. Auf den Frühdruschgebieten im Mittleren Westen scheint es dagegen besser auszusehen, dort wird liegen die ersten Ergebnisse nur wenig unter den Rekorderträgen des Vorjahres.  
 
In Südafrika, einen der großen Maisproduzenten der südlichen Hemisphäre, zeichnen sich gravierender Probleme bei der kommenden Maisernte ab. Die wichtigsten Anbauprovinzen leiden unter der größten Trockenheit seit 13 Jahren. Das USDA war zuletzt noch von einer südafrikanischen Maisernte von 13,5 Mio. t ausgegangen und hatte noch einen Zuwachs von 2,2 Mio. t über dem Vorjahr prognostiziert.
 
Mais/Gerste: An der Matif fiel der Mais wieder in seinen gewohnten Trott und die Kurse gaben weiter nach. Der November verlor erneut 1 €/t und notierte mit 164 €/t. Auf der Importseite hat sich in dieser Woche wen getan. Es wurden nur 21.000 t neue Importlizenzen für Mais gezogen.
 
Der Gerstenexport aus der EU verliert nach den lebhaften Ausfuhren der Vorwochen etwas an Schwung. In dieser Woche wurden neue Exportlizenzen über 128.000 t vergeben. Damit haben sich die europäischen Gerstenexporte in diesem Wirtschaftsjahr auf mehr als 2,7 Mio. t summiert und liegen 1,1 Mio. t über dem Vorjahr. (St) 
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