Zum Ausklang der Woche gibt es noch reichlich Zahlen zu den globalen Märkten. Heute Abend wird das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) seinen Monatsbericht Wasde veröffentlichen – agrarzeitung.de berichtet ab 18:30 Uhr. Gestern schon hat die UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) eine aktuelle Einschätzung gegeben. Der Internationale Getreiderat (IGC) hatte bereits vor zwei Wochen Zahlen vorgelegt.

Aus den bisher vorgelegten Einschätzungen lässt sich eine reichliche Versorgung der globalen Märkte ableiten. Die Zahlen drücken allerdings nicht die möglichen Risiken aus. Deswegen steigen die internationalen Mais- und Weizenpreise seit einigen Wochen weitgehend unbeirrt von den Daten, die übereinstimmend auf gut gefüllte Silos hindeuten. Auf besondere Spannung trifft deswegen die heutige USDA-Schätzung: Bringt sie möglicherweise erste Indizien für eine engere Markversorgung?

Aus den FAO-Zahlen von gestern lässt sich keinerlei Knappheit ablesen. Die Weltgetreideernte einschließlich Reis schätzt die UN-Landwirtschaftsorganisation im Jahr 2015 auf rund 2,53 Mrd. t. Sie wäre nur 1,1 Prozent geringer als im Vorjahr. Bei einem leicht um 1,2 Prozent wachsenden Getreideverbrauch würden die Vorräte um etwa 2,1 Prozent sinken – allerdings ausgehend von einem außergewöhnlich hohen Niveau. Mit Endbeständen von 631 Mio. t Getreide und Reis errechnet die FAO im Wirtschaftsjahr 2015/16 ein Verhältnis zum Verbrauch von 24,6 Prozent. Er wäre zwar einen Prozentpunkt geringer als im Vorjahr, aber läge deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. (db)
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