Märkte am Mittag:

Warten auf die Gerstenernte


Im Westen haben Schauer und Regenfälle den Start der Gerstenernte weiter verzögert. Mit Beginn des Gerstendruschs wird nun erst frühestens ab Mitte der Woche gerechnet. Da im Vorfeld bereits kleinere Partien ex Ernte gehandelt wurden, ist der Gerstenmarkt unterentwickelt. Die Mischfutterindustrie im Westen, im Nordwesten und auch in den  Niederlanden rechnet aufgrund einer großen Ernte mit Druck auf die Gerstenpreise. Die Mischfutterhersteller gehen zudem davon aus, dass sie aus ihrer Kundschaft größere Gerstenmengen angeboten bekommen. Für den ex-Erntetermin gab es allenfalls Bewertungen. Diese lagen franko Niederrhein zwischen 130,00 und 132,00 €/t sowie franko südholländische Stationen um die 138 €/t. Im Südoldenburger Raum wurden kleinere Gerstenmengen ex Ernte mit 135 €/t offeriert. Käufer waren aber auch dort Mangelware. Die  späteren Termine für Gerste bleiben vernachlässigt.
 
Am Backweizenmarkt herrschte weitgehend Ruhe. Sporadisch gab es etwas Kaufinteresse von Mühlenseite für den ex Ernte mit unveränderten Abschlägen von 8,00 bis 9,00 €/t auf Matif-September. Der Anschlusstermin blieb weitgehend vernachlässigt. An der Matif können sich die Kurse heute etwas fangen, da aufgrund des Feiertags in den USA kein Störfeuer aus Chicago kommt. Im Mittagshandel legten die beiden vorderen Termine an der Matif 0,75 €/t zu, der Dezember notierte bei 158,50 €/t.
 
Futterweizen hat in den Veredlungsregionen noch vereinzeltes Bedarfsgeschäft für die alte Ernte. Hierfür wurden im Südoldenburger Raum 155 €/t bezahlt. Für die neue Ernte halten sich die Käufer zurück. Die Quotierungen am Niederrhein lagen bei 145,00 €/t und franko holländische Stationen bei 148,00 bis 149,00 €/t ex Ernte.
 
Am Rapsmarkt bewegte sich fast nichts. Die Erfasser und die Landwirtschaft geben zurzeit keine weiteren Rapsmengen an den Markt, so dass sich die Aktivitäten auf die Börse konzentrieren. An der Matif gab Raps etwas nach und der August notierte am späten Mittag knapp unter 357 €/t. (St) 
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