Märkte am Mittag

Warten auf weitere Exporte

Markttendenz
Aktuell bewegen sich die Weizen-Kurse sowohl am Kassamarkt als auch an den internationalen Börsen, seitwärts. Abwarten, bis in den kommenden Wochen die Exportnachfrage die Preise nach oben bewegt.
Die aktuellen Kurse für Raps der neuen Ernte 2017 sollten nach Einschätzung von Hamburger Händlern für erste kleinere Verkäufe genutzt werden.
Am heutigen Freitag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten von einer leicht schwächeren Seite. An der Matif notiert Weizen für den März-Termin bei 166,50 €/t mit einem leichten Minus von 1,00 €/t. An den Märkten kehrt Ruhe ein. Die aktuellen Exportmöglichkeiten ab Norddeutschland sind noch nicht endgültig geklärt. Weitere Möglichkeiten werden sich aber durch die Verkäufe nach Saudi-Arabien, Algerien und Tunesien ergeben.

Wichtiger Abnehmer für Weizen bleibt momentan nach wie vor die Kraftfutterindustrie in Südoldenburg. Angeliefert werden von Januar 2017 bis März 2017 Preise von 173 €/t bezahlt. Auch an der Matif ist keine eindeutige Richtung der Preise zu erkennen. Franko Hamburg wird für einen Weizen Basis Januar 169 €/t angelegt. Allerdings besteht die Möglichkeit, die neue Ernte 2017 zu verkaufen. Knapp 160 €/t frei Erfassungsstelle werden den ostdeutschen Landwirte ex Ernte 2017 bezahlt. Für Gerste bekommen Ostdeutschlands Landwirte derzeit knapp 140 €/t frei Erfassungsstelle ex Ernte 2017. Strategie Grain rechnet für die Ernte 2017 mit einem Anstieg der Weizenproduktion um neun Mio.t auf 145 Mio. t.

Die Raps-Kurse bekommen Unterstützung vom Rohöl und dem schwachen Euro. In Hamburg fallen die Prämien etwas kleiner aus als an den mitteldeutschen Ölmühlen. Franko Hamburg liegen die Kaufideen um 420 €/t für die Lieferung im Februar 2017. Auch für Raps gibt es Abschlüsse in der Landwirtschaft für die neue Ernte 2017 zu 375 €/t bis 380 €/t frei Erfassungsstelle. Die Sojabohne tendiert im Moment eher schwächer. Hier drängen die guten zu erwartenden Ernten in Südamerika. Auf der anderen Seite verhindern gute Exporte aus den USA ein weiteres Abrutschen der Kurse. Die Rapsfläche in Frankreich für die kommende Ernte 2017 wird rund fünf Prozent kleiner ausfallen als in diesem Jahr. (Ps)
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