Markttendenz:
Die Preise für Weizen haben sich abgekühlt. Viele Landwirte warten mit dem Verkauf erstmal ab. Die Erträge bei Raps schwanken.
Die vergleichsweise große Nachfrage nach Gerste von Seiten der Mischfutterindustrie hat die Erzeugerpreise während der Ernte nach oben getrieben. In Ostdeutschland wird ab Station die Gerste mit 140 €/t bewertet. Nun hat das Interesse der Abgeber nachgelassen, weiter Gerste sofort zu verkaufen. Die Ware wird eingelagert auf dem Hof oder im Landhandel. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat die Ernte von Gerste in Deutschland in seiner Juli-Prognose mit 8,9 Mio. t und damit auf Vorjahresniveau geschätzt. Seit dem Frühjahr ist der Gerstenpreise gestiegen auf Grund einer hohen Nachfrage im Inland und in der EU. Nachdem nun in Spanien Gerste fehlt, erwarten Marktteilnehmer, dass sich die Situation des Vorjahres wiederholen könnte.

Weizen kommt nun mit dem herrlich trockenen Erntewetter ständig an die Gossen des Agrarhandels an. Die meisten wollen jetzt erst einmal die Qualitäten abwarten. Das Preisniveau hat sich gegenüber vor 14 Tagen deutlich abgekühlt. Der Agrarhandel kann mit Ware rechnen, schließlich wurde die Weizenernte von 2017 zumindest in Ost- und Norddeutschland zu 40 Prozent mit Vorverträgen abgesichert.

An der Matif gibt zum Mittag der Septemberweizen um 0,50 auf 1717,75 €/t gegenüber Dienstag nach. Der für den Hamburger Markt wichtige Dezembertermin steht unverändert bei 179,25 €/t.

Die ersten Rapsergebnisse der neuen Ernte in Deutschland liegen zwischen Hoffen und Bangen. Die Ölgehalte erreichen 40 Prozent, die Erträge schwanken. Insofern bewegen sich die Matifkurse für Raps seitwärts. Der Frontmonat August verliert 0,50 auf 368,75 €/t. (da)
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