Märkte am Mittag

Weihnachtliche Ruhe

An den Brot- und Futtergetreidemärkten ist Ruhe eingekehrt. Die Marktbeteiligten wickeln vornehmlich bestehende Kontrakte ab. Nennenswerte Neugeschäfte sind selten. Vor diesem Hintergrund sehen die Landwirte kaum einen Grund, sich von ihren Weizenbeständen zu trennen. Dabei waren die Anlieferungen während der vergangenen Wochen durchaus rege. Angesichts der guten Versorgungslage sieht auch die Mühlenindustrie aktuell keinen Anlass für größere Engagements. Vereinzelte Gespräche konzentrieren sich auf das erste Quartal 2017. 

Kurse tendieren seitwärts

Die Produktenbörse in Stuttgart notiert A-Weizen für Januar/März mit 171 bis 173 €/t franko. Für B-Weizen werden 165 bis 168 € genannt. Es wurden für diese Termine in den vergangenen Wochen bereits größere Mengen kontrahiert. Mittlerweile ist aber nur noch sehr wenig Bewegung am physischen Markt zu erkennen. Auch am Markt für Roggen überwiegt die Ruhe. Nur selten werden noch kleinere Partien in die Bücher genommen. Die Kurse tendieren meist seitwärts. Nahezu umsatzlos präsentiert sich der Markt für Braugerste. Die Mälzer haben sich zunächst als Käufer verabschiedet. Häufig werden deshalb nur noch nominelle Kurse genannt. 


Tendenz
Die Preise haben sich nur wenig verändert. Seitwärtsbewegungen herrschen vor. Eine kursfristige Trendwende ist nicht zu erkennen.
Auch zu Beginn des neuen Jahres erwarten die Marktbeteiligten keine sehr lebhaften Umsätze. Trotz nochmals deutlich schwächerem Euro ist keine Belebung am Markt für Futtergetreide zu erkennen. Die Preise für Wintergerste haben sich zuletzt praktisch nicht geändert. Höhere Forderungen werden auch in den Niederlanden in aller Regel nicht akzeptiert. Beim Handel mit Italien verhindern häufig die nicht immer verfügbaren Frachtkapazitäten die zeitgerechten Lieferungen. In ganz Süddeutschland ist das Angebot an Wintergerste begrenzt. Mais findet für die nahen Liefertermine derzeit nur wenige Interessenten. Die hier und da geäußerten Preisideen der Verarbeiter liegen häufig unter den Vorstellungen von Landwirtschaft und Handel. Der Mais-Import aus Südost-Europa gestaltet sich wegen der angespannten Situation an der Donau weiterhin schwierig. Wegen Niedrigwasser ist die Beladung der Schiffe nur eingeschränkt möglich. Die Fracht verteuert sich. (HH)
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