Märkte am Morgen: Getreide

Weitere Korrektur bei Weizen

Weizen: Gedrückte Vorgaben aus Chicago und die Marktberuhigung nach der Anpassung der Andienungs-Kriterien lassen die Weizennotierungen an der Matif noch einmal schwächer schließen. Der November verliert 2 €/t, der Januar 2,50 €/t.
 
Nach dem Regen und Unwetter vom Wochenende dürfen sich die Qualitätsprobleme der europäischen und speziell der deutschen Weizenernte noch einmal verschärft haben. In Frankreich ist die Weizenernte allerdings zu 92 Prozent durch. Das Beratungsbüro Agritel wartet eine französische Weizenernte von 38,2 Mio. t und damit die zweitgrößte des Landes.
 
In Chicago notierte der September-Kontakt 4,50 US-$/t schwächer. Gewinnmitnahmen und die Aussicht auf eine große globale Weizenernte drückten auf die Stimmung. Nach einer Umfrage von Bloomberg erwarten die Analysten im morgigen USDA-Report eine Anhebung der globalen Weizenendbestände auf 191 Mio. t. Das USDA hatte zuletzt 184 Mio. t geschätzt.
 
In Kasachstan sieht knapp die Hälfte der Weizenbestände sehr gut aus. 44 Prozent werden mit befriedigend, 5 Prozent als schlecht bonitiert. Im Vorjahr befanden sich zu dieser Zeit allerdings 65 Prozent der Weizenfelder in einem exzellenten Zustand.
 
 
Mais: Schwächere Weizenkurse drückten auf den Chicagoer Mais. Die Kurse gaben erneut etwas nach. Vor dem morgigen USDA-Report haben nun fast alle Analysten ihre Prognosen abgegeben. Die Online-Plattform des US-Magazins Farm Futures erwartet nach einer Umfrage in Landwirtschaft Durchschnittserträge von 171,1 bushel/acre, eine US-Maisernte von 366,5 Mio. t sowie US-Endbestände von um die 50 Mio. t. (St) 
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