Märkte am Morgen: Ölsaaten

Weiterer ‚fest‘-Tag für Sojaschrot

Sojakomplex: Die technischen Kursgewinne für Sojaschrot im Dezember-Kontrakt hielten an. Nach umfangreichen Positionsbereinigungen vor dem heutigen Thanksgiving-Feiertag in den USA zog der Frontmonat 11 US-$/short-ton an. Anscheinend wollen einige Akteure physische Andienungen aus Dezember-Kontrakt vermeiden, die ab Freitag fällig werden könnten. Die übrigen Termine zeigten dagegen nur geringe Kursausschläge. Die Sojabohnen gaben nach Gewinnmitnahmen auf allen Termin etwas nach. Auch die günstigeren Wetterbedingungen in Südamerika könnten die Stimmung bei den Bohnen gedrückt haben.
 
Raps: Trotz zwischenzeitlich schwachen Vorgaben vom Sojakomplex hielten sich die Rapsnotierungen der Matif lange im Plus. Gewinnmitnahmen sorgten aber für einen Vorzeichenwechsel. Der Februar verlor zwar 1,50 €/t, konnte sie mit einem Schlusskurs von 343,25 €/t auf dem zuvor angehobene Niveau halten. Der Markt profitiert von dem kleinen Angebot an den Kassamärkten und von gut auskömmlichen Margen der Ölmühlen für die ersten Monate im neuen Jahr.
 
In Winnipeg verlor Canola-Raps bis zu 5,50 Can-$/t. Die Akteure aus den USA nahmen Gewinne mit, denn Chicago ist heute geschlossen, während in Winnipeg der Terminmarkt eröffnete bleibt.

Rohöl: Der Fokus richtet sich auf die heutige Sitzung der Opec in Wien. Vor dem Treffen gaben die Rohölnotierungen doch noch einmal nach, Brent Crudöl verlor knapp 0,60 US-$/Barrel und schloss bei 77,75 US-$/Barrel. Im Vorfeld hatten die Saudis Statements veröffentlicht, dass sich die Ölpreise vermutlich von selbst stabilisieren würden. Dies dürfte sich kaum als Indiz für eine marktwirksame Produktionskorrektur des Ölkartells interpretiert lassen, obwohl sich die Opec-Mitglieder Agenturberichten zufolge auf eine gemeinsame Position durchgerungen haben. (St)
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