Märkte am Mittag

Weizen aus Brasilien trifft in Kürze ein


Die Vermutungen über Importe von Futterweizen aus Drittländern zu deutschen Häfen haben sich bestätigt. In den kommenden Tagen wird in Brake mit der Ankunft von 60.000 t Futterweizen aus Brasilien gerechnet. Dies haben Importeure gegenüber agrarzeitung.de bestätigt. Der Hafen in Brake hat Tiefgang genug, um ein Panamax-Schiff zu löschen. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass mögliche Importe ‚zweihäfig‘ -  also in zwei Hälften - abgeladen werden könnten.

US-Weizen fließt nach Spanien oder Großbritannien

 
Gerüchte, dass auch US-Weizen in Richtung Deutschland unterwegs sein soll, finden zurzeit allerdings keine Bestätigung. US-Weizen soll sich zwar im Vergleich zu Binnenmarktware durchaus rechnen, doch die Abladungen werden in Spanien oder Großbritannien erwartet, ist zu hören.
 
„Das Futterweizenangebot aus dem Inland ist im Nordwestdeutschen Raum überschaubar. Der Markt kann die Importe gut gebrauchen“, reagiert ein Futtergetreidehändler auf die zusätzliche Weizenmenge. Die Futtergetreidepreise im Südoldenburger Raum liegen mit 257 €/t auf dem gleichen Niveau wie am Vortag und zeigen bei ruhigem Weizenhandel in den Veredlungsregionen kaum Bewegung.  

Preise im Westen stabil

 
Die Vorgaben vom Terminmarkt haben sich in den Vormittagsstunden gedreht. Die Matif reagierte auf geänderte Chicagoer Vorgaben mit kleinen Notizverlusten. Gegen Mittag wurde der März-Weizen an der Pariser Börse mit 248 €/t gehandelt. Die franko-Weizenpreise zu den westdeutschen Mühlen halten sich gegenüber dem Vortag mit 260 bis 261 €/t stabil.
 
Die Rapspreise sind zurzeit weitaus anfälliger für schwächere Vorgaben als empfänglich für positive Signale. An der Matif haben die Rapskurse im Mittagshandel knapp 2 €/t verloren, nachdem die vorbörslichen Sojabohnennotierungen in Chicago ihre Vorzeichen nach ‚rot‘ wechselten.
 
Das Kassageschäft bei Raps ist zäh. Die Ölmühlen klagen über problematischen Absatz von Rapsöl. Am Rotterdamer Papiermarkt lässt sich Rapsöl nur mit einem Discount von 5 bis 8 €/t unterbringen. „Im Frühjahr wird weniger Rapsöl für die Beimischung zu Bio-Diesel gebraucht und in den kommenden vier Wochen werden die Preise für Rapsöl 10 bis 18 €/t unter den Rotterdamer Papiermarkt fallen“, prognostiziert ein Ölmakler. Diese Aussichten dürften das Potenzial der Rapspreise nach oben beschneiden, wird vermutet. (St)
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