Washington bewegt in jeder Hinsicht die Schlagzeilen.
-- , Foto: USDA
Washington bewegt in jeder Hinsicht die Schlagzeilen.

Die Turbulenzen an den Börsen nach dem Wahlsieg von Donald Trump haben sich im Laufe des Mittwoch gelegt. Der US-Dollar hat sich gefangen, die Rohölpreise laufen wieder im Ruder. Dennoch stehen die Weizenmärkte unter Druck, und der heutige Monatsbericht Wasde liefert dafür Argumente – allerdings keine wesentlich neuen.

Um noch einmal 300.000 t hochgesetzt auf rund 745 Mio. t Weizen hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner heute veröffentlichten Schätzung die globale Weizenerzeugung in der Saison 2016/17. Außerdem unterstellt es im Vergleich zum Oktober-Wasde-Report höhere Anfangsbestände. Auf der Verbrauchsseite stehen rund 737 Mio. t. Da die Erzeugung den Verbrauch deutlich übersteigt, wachsen die Endbestände bis zum Sommer 2017 aus heutiger Sicht auf 249 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr mit bereits übervollen Silos sind es noch einmal 8 Mio. t mehr.

Kanada hat weniger Aufmischweizen

Weitgehend unverändert schätzt das USDA den internationalen Weizenhandel ein. Lediglich für Kanada sind die Erwartungen etwas gedämpft, weil dort unter der verzögerten Ernte offenbar die Qualitäten gelitten haben. Damit kann das Land weniger Aufmischweizen liefern, der in dieser Saison gefragt wäre - anders als Futterweizen, der im Übermaß vorhanden ist.

Ansonsten bleibt es beim bisherigen Bild: Russland führt die Weizenexportliga an. Die USA kommen auf den 2. Platz. Die EU, die in den Vorjahren an der Spitze stand, ist auf Platz 3 abgedrängt. (db)
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