Für die gesamte Getreideernte in Deutschland erwartet der DRV in seiner Schätzung für Juni eine Menge von 45,8 Mio. t. Diese Prognose liege leicht über jener der Vormonats mit 45,4 Mio. t sowie dem Vorjahresergebnis von 45,3 Mio. t, teilt der DRV heute in Berlin mit. Für Weizen sei mit einer Erntemenge von 25,2 Mio. t mit einer um drei Prozent gegenüber der Vorjahresmenge zu rechnen, so der Verband. Für Wintergerste dagegen können sich im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang um 2,7 Prozent auf 8,7 Mio. t ergeben. Für Roggen werde ein Ergebnis von 3 Mio. erwartet, die Sommergerste werde weiterhin bei 1,9 Mio. t gesehen.

Für Körnermais geht der DRV angesichts einer gegenüber 2016 verringerten Anbaufläche für einem Rückgang der Erntemenge um 5,7 Prozent auf gut 3,7 Mio. t aus. Für Raps ergebe sich aufgrund der teilweise nicht optimalen Witterung ein schwächeres Bild. Daher habe der DRV seine Prognose gegenüber dem Vormonat leicht angepasst und geht von einer Erntemenge von 4,8 Mio. aus. Diese übertreffe das mit 4,6 Mio. t schwache Vorjahr daher nur leicht. 

Nach Aussage des DRV werde europaweit mit einer durchschnittlichen Getreideernte von 305 Mio. t gerechnet. Insbesondere in Frankreich würde nach einem enttäuschenden Ergebnis im Vorjahr wahrscheinlich wieder eine steigende Menge eingefahren. Weltweit sei erneut und damit zum fünften Mal in Folge  mit einer Rekordernte von mehr als 2 Mrd. t Getreide zu rechnen. Die nächste Ernteschätzung wird der DRV im Juli vorlegen. (jst/da)
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