Märkte am Morgen: Getreide

Weizen fängt sich wieder

Weizen: Die freundlicheren Vorgaben aus Übersee bringen auch die Matif-Notierungen  wieder in den grünen Bereich. Die Notizgewinne blieben mit einem Plus von 1,25 €/t für den Dezember überschaubar. Der Dezember schließt mit 198,50 €/t. In der ersten Woche des neuen Wirtschaftsjahres wurden neue Exportlizenzen über 467.000 t Weichweizen gezogen, davon in Deutschland 140.500 t.
 
In Chicago mussten die Weizenkurse den größten Teil ihrer Tagesgewinne wieder abgeben, gingen aber noch mit kleinen Notizgewinnen aus der Sitzung. Der September notierte bei 578 Cent/bushel. Feste Mais-, vor allem aber die strammen Sojanotierungen sorgten für ressortübergreifende Unterstützung. Heute richtet sich der Fokus des Marktes auf den USDA-Report.
 
In Frankreich kommt die Weizenernte gut voran und am Wochenanfang waren 15 Prozent der Flächen geräumt. Die Erträge fallen laut dem Beratungsbüro Agritel besser als erwartet aus. Die Copa/Cocega erwartet für die EU mit 137,1 Mio. t allerdings eine schwache Weizenernte. Die Schätzung der Lobby liegt 4,5 Mio. t unter der Prognose von Strategie Grains und auch deutlich unter den Coceral-Zahlen von 140,6 Mio. t.  
 
In Australien bahnen sich nach Einschätzungen von Wissenschaftlern durch den El-Niño-Effekt signifikante Ertragseinbußen bei der Getreideernte an. Die Ukraine erwartet nach eigener Einschätzung eine Weizenernte von knapp 25 Mio. t, die sich damit in etwa das Vorjahresniveau bewegen dürfte. Algerien hat arabischen Medienberichten zufolge am Wochenanfang 700.000 bis 725.000 t Weizen gekauft. Zunächst war nur von 400.000 t die Rede. Es wird vermutet, dass er auch deutscher Weizen zum Zuge gekommen ist.
 
Mais: Im Vorfeld des USDA-Reports legten die Maisnotierungen in Chicago bis zu 5 Cent/bushel zu. Der Dezember notierte bei 439 Cent/bushel und hat sich auf den höchsten Stand seit rund einem Jahr hochgearbeitet. Der Markt geht davon aus, dass das USDA heute die US-Ernteschätzung für Mais nach unten korrigiert und erwartet einen Abwärtskorrektur der US-Endbestände von mehr als 5 Mio. t für die kommende Kampagne nach unten.  
 
An der Matif schloss Mais zwar mit bunten Vorzeichen aber nur mit unwesentlichen Veränderungen. Der August notierte knapp unter 184 €/t. Die ersten Lizenzziehungen für die für Maisimporte in die EU lagen für diese Woche bei 97.000 t. (St)
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