Märkte am Morgen: Getreide

Weizen gibt Gewinne ab

Weizen: Weizen in Chicago verliert gestern deutliche 20,25 US-Cent /Bushel auf 5,1900 US- Dollar im Juli. Er ignoriert damit die Schäden in den bereits gestressten Beständen. Gewinnmitnahmen stehen an der Tagesordnung. Japan kauft 91,660 t Futterweizen in den USA. In dem Bericht des USDA am heutigen Freitag über die Exportaktivitäten erwarten Experten für den Weizen 300 000 bis 500 000 t in der letzten Woche, verglichen mit gut 492 000 t in der Vorwoche. Spielraum für erneut steigende Preise wird vor dem Hintergrund des heißen und trockenen Wetters in den Plains durchaus gesehen. Das private Analystenhaus Informa Economics sieht die komplette Weizenproduktion für 2017 bei 1,783 Mrd. Bushel. Anfang Juni sah das USDA die Werte noch bei 1,824 Mrd. Bushel.

In Paris folgt der Weizen den Entwicklungen in Chicago. Der Dezember verliert 2,75 €/t auf 184,25 €/t. Damit geht er nicht so deutlich zurück wie der Chicagoweizen. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass er von Weizenverkäufen der Investoren in Chicago und dafür Käufen auf dem europäischen Markt profitiert hat. Die EU hat im Wirtschaftsjahr 2016/17 mit Ende Juni 23,35 Mio. t Weizen exportiert, 26 Prozent weniger als im Vorjahr. Qualitätsweizen mit 14 Prozent Protein wird in Hamburg Lieferung September /Dezember mit 22 bis 23 Euro/t über dem Dezemberpreis in Paris gesehen. B-Weizen wird in Hamburg unverändert mit 4,00 €/t unter dem Dezember bewertet. Sowohl für Frankreich als auch Deutschland werden die Auswirkungen des immer wieder einsetzenden Regens auf die Ernte genau beobachtet. Für Europa nimmt Informa die Weizenernte 2017/18 von 150 Mio. t auf 148 Mio. t zurück.

Mais: In Chicago verliert der Mais ebenfalls. Ein Minus von 0,39 Prozent auf 3,8025 US-Dollar steht am Ende des Tages. Informa Economics veranschlagt die US-Produktion für 2017 mit 14,166 Mrd. Bushel, basierend auf einem durchschnittlichen Ertrag von 169,7 Bushel /Acre. Das USDA hatte 14,065 Mrd. Bushel und 170,7 Bushel /Acre vorausgesagt. Händler schätzen die wöchentlichen Exportzahlen für Mais mit 350 000 bis 550 000 t für die alte Ernte. Die neue Ernte könnte bei bis zu 200 000 t liegen.

Auch in Paris lässt der Mais Federn. Der August verliert 1,50 €/t auf 172,00 €/t. (dg)
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