Märkte am Morgen: Getreide

Weizen gibt Gewinne wieder ab

Weizen: Die festere Stimmung an den Weizenmärkten hielt nur einen Tag. Die Tragödie mit dem  Abschuss des malaysischen Passagierflugzeuges in der Ostukraine hat den Terminmarkt nur kurzzeitig beeinflusst. Trotz der verschärften Sanktionen gegen Russland und der Unsicherheit über die weitere Lage der Ukraine erwartet der Markt keine Beeinträchtigung bei den Getreideexporten aus der Schwarzmeerregion.

An der Matif fielen die Weizenkurse bis zu 4 €/t ins Minus und gaben die Vortagsgewinne wieder komplett ab. Auch in Chicago kam es nach der Eintrags-Rallye zu einer Gegenreaktion und die Kurse gaben mehr als 6 US-$/t nach. An den Kassamärkten in den USA fielen die Weizenpreise sogar über 10 US-$/t ins Minus.

Die Aussichten am Weizenmarkt bleiben vorerst gedrückt. Für die europäische Ernte kommen zwar zunehmend Qualitätsbedenken aufgrund der unstabilen Wetterlage auf, doch für einen Stimmungsumschwung reicht dies nicht aus. Russland meldet Erntefortschritte und am Wochenanfang dürften knapp ein Viertel der russischen Wintergetreideflächen geerntet sein. Analysten gehen davon aus, dass Russland eine Weizenernte von 55 bis 56 Mio. t einfahren wird. Das USDA hatte die russische Weizenernte zuletzt auf 53 Mio. t geschätzt. Russland werde mit Discountpreisen für Druck an den internationalen Weizenmärkten sorgen, so Markterwartungen.  

Mais: In Chicago notierte Mais nach zwei stabileren Tagen wieder schwächer. Die Ertragsaussichten für die US-Maisernte sind ausgesprochen hoch. Die Einschätzungen Fokussierung sich auf Maiserträge von 170 bushel/acre und mehr. Das USDA war zuletzt 165,3 bushel/acre ausgegangen. Die Wettermodelle lassen derzeit keinerlei Probleme für die US-Maisernte erwarten.
An der Matif schlossen sich Mais der schwachen Tendenz an und der August verlor 2,25 €/t. (St)
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