Märkte am Mittag

Weizen gibt weiter nach

Markttendenz
Die zwischenzeitlich besseren Kurse für Weizen sollten immer wieder für Verkäufe der Restmengen der Ernte 2015 genutzt werden. Deutlich steigende Kurse werden von den Händlern derzeit nicht gesehen. Für die Restmengen an Raps der Ernte 2015 bieten sich jetzt mit knapp 355 Euro/t ab Hof gute Verkaufsmöglichkeiten. Die positive Tendenz muss nicht zwingend länger Bestand haben.
Am heutigen Freitag haben sich die Kurse für Weizen und Rapssaat an den Terminmärkten erneut ermäßigt. An der Matif notiert Weizen für den Mai-Termin heute gegen 13.00 Uhr bei 152,25 €/t mit einem Minus von 1,50 €/t. Bei der Rapssaat notiert der Monat August 2016 bei 361,75 €/t gegenüber Donnerstag mit einem Minus von 0,25 Euro/t.

Die aktuellen Zahlen des USDA gaben dem Markt bisher keine neuen Impulse. Frankreich hat seine Weizenfläche für die Ernte 2016 auf 5,24 Mio. ha ausgedehnt. Aus heutiger Sicht wird für 2016 eine gute Ernte in Europa erwartet. Im Norden Deutschlands ist die Erfassung an Weizen weiterhin ungewöhnlich ruhig. Die Abwicklung bestehender Kontrakte auf die Häfen in Hamburg und Rostock läuft weiter rege. Für prompte Ware werden für B-Weizen in der Landwirtschaft gut 140 Euro/t ab Hof in Mecklenburg im April /Mai bezahlt. Dazu werden kleine Mengen abgeschlossen. Basis September liegt der Kurs für die Landwirte bei 150 Euro/t bis 155 Euro/t ab Hof. Neugeschäft für den Export gibt es ansonsten nur verhalten. „Solange nicht mehr Weizen an den Markt kommt, verkaufen wir keine Neumengen in den Export", so ein Hamburger Händler.

Bei den Sojabohnen gibt es eine bessere Nachfrage aus China. Zudem verzögern schlechte Witterungsbedingungen in Argentinien die Ernte der Sojabohnen. Südamerikas Landwirte geben nur wenig Ware ab. Es entstehen Engpässe. Die aktuellen Zahlen aus den USA von Anfang der Woche geben auch für diesen Bereich keine neuen Erkenntnisse. Der Handel mit Rapssaat hat zuletzt zugenommen. Für Rapssaat der alten Ernte gibt es vereinzelt Geschäft im April/Mai zu 370 Euro/t franko Ölmühle. Die Margen für die Ölmühlen bleiben schlecht. (Ps)
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