Märkte am Morgen: Getreide

Weizen hält Kurs Nord

Weizen: Die Matifnotierungen hielten weiter Kurs Nord und legten zum fünften Mal hintereinander zu. Der Januar notierte ein Plus von 1,75 €/t und bewegte sich zeitweise sogar oberhalb von 183 €/t. Die Festigkeit ging einher mit äußerst lebhaften Handelsaktivitäten an der Pariser Börse. Auch charttechnisch sieht es für den Matif-Weizen gut aus, denn die Notierungen nähern sich den gleitenden 200-Tagesdurchschnitt.
 
Möglicherweise haben sich die europäischen und die US-Weizenbörsen gegenseitig beeinflusst, denn in Chicago zog Weizen ebenfalls an. Der Dezember legte dort 10,4 Cent/bushel zu. Die kalten Temperaturen in den nördlichen Plains schüren Befürchtung über Frostschäden, denn der Kälteeinbruch in den USA hat die Weizenpflanzen noch vor ihrer Winterruhe getroffen. Allerdings dürfte auch etwas Technik eingeflossen sein, denn der Dezember-Kontrakt läuft Mitte nächsten Monats aus. Für heute fehlen die Vorgaben aus Übersee, denn die Börsen in den USA sind aufgrund Thanksgiving-Feiertags geschlossen.
 
Mais: Die etwas festeren Maiskurse in Chicago könnten ebenfalls von Technik profitiert haben, denn am Freitag sind erste physische Andienungen aus dem Dezember-Kontrakt in Chicago möglich. Die größte Unterstützung dürfte aber von der lebhaften Nachfrage der Ethanol-Industrie gekommen sein, die in der Vorwoche trotz schwacher Mineralölpreise einen neuen Produktionsrekord aufstellte. Die Maiskurse in Chicago legen bis zu 4,4 Cent/bushel zu.
In Brasilien wird die Aussaatfläche für die ersten Maisernte Schätzungen zufolge 4 bis 8 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen.
 
An der Matif wurde der Auftrieb für Mais erst einmal beendet. Nach neutralem Vortag gaben die Maisnotierungen zur Wochenmitte 0,50 €/t für die vorderen drei Termine nach. Der Januar notierte knapp unter 153 €/t. (St)
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