Märkte am Morgen: Getreide

Weizen hält die feste Tendenz

Weizen: Den festeren Vorgaben der Chicagoer Börse folgt die Matif nur zögerlich. Die neue Ernte legte nur ein leichtes Plus hin. Die Niederschläge in Europa haben fast überall die Ernteaussichten für Weizen verbessert. Dennoch sieht die Tendenz für die neue Ernte weiterhin stabiles fest aus. Der Mai gab in Paris aufgrund technischer Verkäufe 1,25 €/t nach. Großbritannien rechnet in diesem Jahr erstmals seit 2011/12 wir mit einer ordentlichen Weizenernte könnte Schätzungen zufolge wieder zum Nettoexporteur für Weizen werden.
 
Die ungünstigen Bedingungen mit Hitze, Trockenheit im südlichen US-Weizengürtel gaben den Chicagoer Notierungen einen weiteren Schub. Der Aufwärtstrend hält an und die Kurse legten erneut zu. In den vergangenen drei Handelstagen haben sie sich um rund 9 US-$/t befestigt. In den südlichen Plains ist es ausgesprochen heiß und trocken. Am Wochenanfang stiegen die Temperaturen bis auf 38°C und für heute sind ähnliche Werte in der Vorhersage.
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Mais: Die Kurse in Chicago folgen dem festen Weizen und stehen im Zeichen von Wettermärkten. Was im Süden der USA fehlt, ist im Mittleren Westen im Überfluss da, denn dort lassen Regenfälle weitere Verzögerung und Probleme bei der US-Maisaussaat erwarten. Die Notierungen zogen erneut an und haben die Verluste der Vorwoche inzwischen wieder ausgebügelt. Zwei größere stornierte Exportaufträge zeigten keinen Einfluss auf den Chicagoer Börsenverlauf. Spanien hat einen Kauf von 100.000 t Mais und eine unbekannte Destination 120.000 t Mais storniert.
 
In Paris notierte Mais uneinheitlich. Die alterntigen Notierungen gaben bis zu 0,50 €/t nach, die neue Ernte legte bis zu 1,0 €/t zu. Die Ukraine hat im April 2,2 Mio. t Getreide exportiert, im März waren es noch 3 Mio. t. Stark rückläufige Maisexporte sind die Ursache. (St)
 
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