Markttendenz
Im Weizenexport bestehen weiter gute Absatzchancen. Der Rapsmarkt bleibt trotz der großen australischen Ernte fest gestimmt.
Das US-Agrarministerium aktualisiert heute um 18 Uhr Zahlen zu Angebot und Nachfrage von Getreide und Ölsaaten auf dem Weltmarkt. Die Börse in Chicago wird umgehend auf den Wasde-Bericht reagieren. An der Matif passiert nicht mehr viel, sie ist um 18:30 Uhr geschlossen.

Am Kassamarkt in Deutschland werden die Exportaktivitäten an den Seehäfen mit großem Interesse verfolgt. Weitere Verladungen nach Saudi-Arabien und Äthiopien sind für Anfang 2017 angekündigt. Bisher ist noch kein großes Nachschubgeschäft aus den Regionen gelaufen. Händler weisen auf Altkontrakte hin, aus denen sich die Exporteure in Hamburg bedienen, da dort die Lagerkapazitäten doch sehr begrenzt sind.

Die Kassapreise in Hamburg haben sich wenig verändert. Deshalb zögern die Anbieter, beispielsweise am Mittellandkanal Weizen nach Hamburg zu verkaufen. Die Prämien auf die Matif-Märznotierung für Weizen mit 12 Prozent Protein sind noch zu gering, um die Frachtkosten nach Hamburg zu decken. Inzwischen haben sich in den vergangenen Monaten interessante Absatzmöglichkeiten für Gerste und Weizen in Richtung Niederlande und Südoldenburg entwickelt.

Die Erzeuger können weiter mit 150,00 €/t für Weizen ab ostdeutscher Station rechnen, wenn die Betriebe in günstiger Entfernung zum Kanal liegen. Weiter entfernte Stationen müssen 5,00 €/t drunter rechnen. An der Matif klettert März-Weizen vor dem Wochenende auf 165,50 €/t.

Raps dreht abgekoppelt von den US-Märkten seine eigene Runden, zumindest bis heute Abend die neuen Wasde-Zahlen zu Sojabohnen veröffentlicht werden. Auch von der riesen Rapsernte in Australien lassen sich die Notierungen nur wenig beeindrucken. Für den Januar 2017 halten die Ölmühlen Preise von 410,00 €/t heraus. An der Matif erreicht der Februar-Termin heute Mittag 408,75 €/t. (da)
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