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Weizen_08112016.pdfBereits bei 166,50 €/t bot noch vor Erreichen der eigentlich klaren Hürden 167,25 und 169,25 €/t genug Widerstand, um den positiven Impuls zu bremsen. Mit Unterschreiten der 163,00 €/t wurde im Verlauf der Berichtswoche schnell klar, dass es den Optimisten an Kraft fehlte. In der Folge nutzen die Bären ihre Chance, um den Weizen zunächst an, zuletzt aber auch unter das zulässige Korrekturniveau von 161,00 €/t zu drücken.

Optimisten kraftlos – Nur Kurse über 159,75 €/t verhindern Abwärtsbewegung

Nach dem Ausbruch über die abwärtsverlaufende Trendgerade, war ein Zurücktesten des eroberten Widerstandes zu erwarten und Kurse um 163,00 €/t durchaus auf der Agenda. Auch 160,00 €/t können aus technischer Sicht noch als Korrekturniveau der Aufwärtsbewegung von 157,00 €/t (07.10) bis 166,50 €/t (01.11) dienen. Der zuvor noch positive Fokus ist aber mit dem erneuten Eintauchen in den Abwärtskanal klar in den bestenfalls neutralen Bereich verschoben.

Unter 159,75 €/t wird die neutrale Zone verlassen und die Ampel dreht auf Rot. Der Fokus der Marktteilnehmer dürfte sich dann erneut auf die Unterstützungen zwischen 156,50 und 157,25 €/t richten. Kurse darunter und unter 155,25 würden dann den Blick auf 147,75 €/t eröffnen.

Fazit: Der technisch mögliche Bodenbildungsprozess befindet sich nach den jüngst zu verzeichnenden Kursbewegungen auf dünnem Eis. Noch aber besteht eine Restchance, die Wiederaufnahme der Abwärtsbewegung zu verhindern. Dieses aber nur, wenn die 163,00 €/t zeitnah und souverän zurückerobert werden.

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Iro Betz, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen
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