Märkte am Morgen: Getreide

Weizen kann sich etwas fangen

Weizen: An der Matif setzte sich die etwas freundlichere Tendenz fort. Der März notierte nach einem leichten Plus mit 164,25 €/t. Die neue Ernte legte 1,25 €/t zu. Unterstützung kam durch einen etwas schwächeren Euro, der heute Morgen erneut unter 1,08 US-Dollar notiert. Obwohl die Weizenexporte aus der EU zuletzt an Fahrt gewonnen haben, bleiben die Aussichten für deutschen Weizen nach wie vor schwach. Am Hamburger Markt haben sich die Prämien mit einem Minus von 3,50 bis 4,00 €/t unter Matif-März kaum bewegt.
 
In Chicago schloss Weizen bei minimalen Kursänderungen gut behauptet. Im Chart deutet sich eine etwas stabilere Tendenz für den US-Weizen aus. Die Fonds bauten in der Vorwoche ihre netto Shortpositionen nur unwesentlich ab.
 
In der Schwarzmeerregion werden in den kommenden Tagen eisige Temperaturen von Minus 20 °C und mehr erwartet. Die Wintersaaten in der Ukraine und im südlichen Russland sind jedoch durch eine Schneedecke geschützt, so dass sich vom strengen Frost kaum Schäden erwarten lassen.
 
Tunesien hat seinen Weizentender von 92.000 t mit optionellen Herkünften gefüllt. Zusätzlich kaufte Tunesien noch 50.000 t Gerste. Die Exporte vom Schwarzen Meer laufen trotz des Winters auf Hochtouren. Russland legte im Dezember eine Rekordausfuhr von 3,8 Mio. t Getreide hin und die Ukraine exportierte im Dezember 1,6 Mio. t Weizen. Wichtigster Kunde für den ukrainischen Weizen war in der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres mit einem Anteil von 16 Prozent Thailand, gefolgt von der EU mit 13 Prozent und Ägypten mit 12 Prozent.
 
Mais: Ansehnliche wöchentliche US-Exportzahlen von 1,16 Mio. t und Shortabdeckungen brachten die Chicagoer Maisnotierungen nach oben. Der März schloss 3,2 Cent/bushel fester und notierte bei 3,70 US-$/bushel. Der Chart lässt eine stabilere Tendenz für den US-Mais erkennen, denn von seinen Tiefs am Jahresanfang machten die Chicago Maiskurse 20 Cent/bushel wett.
 
Auch an der Matif konnten sich die Maisnotierungen fangen. Der März notierte nach einem leichten Plus mit 156 €/t.  
 
Brasilien eröffnet eine Ausschreibung von 500.000 t Mais, da die Maispreise im Inland aufgrund umfangreicher Exporte stark angezogen sind. In Südafrika lässt sich nach Ansicht von Analysten eine Maisernte von 6,1 Mio. t erwarten. Üblicherweise ist Südafrika Nettoexporteur für Mais. In diesem Jahr zeichnet sich nach Aussagen des Agrarministeriums aber ein Importbedarf von 5 bis 6 Mio. t Mais ab. (St)
stats