Märkte am Morgen: Getreide

Weizen kann sich fangen

Weizen: Schützenhilfe aus Chicago und Short-Abdeckungen ließen die europäischen Mais-Futures erneut mit grünen Vorzeichen schließen. Die Notizgewinne an der Matif hielten sich mit 1,50 €/t für die beiden vorderen Termine in Grenzen. Der September schaffte zumindest wieder den Sprung über die 180er-Marke. Der September schließt mit 186,25 €/t. Die Prämien am Hamburger Markt hielten sich bei 1 bis 2 €/t über Matif-Dezember.
   
Die Weizenexporte aus der EU gewinnen langsam an Fahrt. In dieser Woche wurden neue Exportlizenzen über 372.000 t Weichweizen gezogen, die sich damit auf knapp 2 Mio. t für das neue Wirtschaftsjahr summiert haben.
 
In den USA fielen die wöchentlichen Exportzahlen für Weizen mit 838.500 t für die laufende Kampagne weitaus besser als erwartet aus. Sie brachten die Chicagoer Weizennotierungen in positives Terrain. Der September notierte 5 Cent/bushel fester und schloss bei 5,07 US-$/bushel. Saudi-Arabien soll unbestätigten Berichten zufolge seinen jüngsten Weizentender von 495.000 t mit Hard-Red-Winterweizen gefüllt haben. 
 
In Australien bessern sich die Aussichten für die Weizenernte zusehends. Der El-Niño-Effekt schlägt weniger als befürchtet zu Buche. Die jüngsten Analysten-Schätzungen halten inzwischen eine australische Weizenernte von 24 bis 25 Mio. t für möglich. Die Schätzung der Australian National Bank bewegt sich mit 21,6 Miot am unteren und die USDA-Zahl von 26 Mio. t am oberen Ende der Prognosen. Im Vorjahr hatte Australien 27,7 Mio. t Weizen geerntet.  
 
Mais: Auch bei Mais bestimmten die US-Exportzahlen die Vorzeichen an der Börse. Für die alte Ernte fiel das Exportsaldo nach Stornierungen mit 2.700 t negativ aus. Die  Exportzahlen für die neue Ernte mit 277.000 t enttäuschten ebenfalls. Die Kurse gaben bis zu 3 Cent/bushel nach und der September notierte bei 3,70 US-$/bushel. Im Vorfeld des kommenden Wasde-Reports gehen Analysten in Umfrageergebnissen von einer  US-Maisernte von 338,6 Mio. t aus. Die Zahlen liegen etwas unter den jüngsten Schätzungen von FC Stone und Informa.
 
Mais/Gerste: An der Matif hält die feste Tendenz für Mais unverändert an. Der November macht 3,75 €/t gut, schließt bei 184 €/t und nähert sich den Weizenkursen. Die Aussicht auf eine schwache europäische Maisernte lässt die Importeure wieder aktiv werden. Dieser Woche wurden in der EU 632.000 t neue Importlizenzen für Mais gezogen, davon 535.000 allein von Handelshäusern in den Niederlanden.
 
Die Gerstenexporte aus der EU laufen recht zügig an. Sie haben sich inzwischen auf 1,8 Mio. t summiert und liegen doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Exporteure zogen in dieser Woche neue Exportlizenzen für 384.000 t Gerste. (St)
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