Märkte am Morgen: Getreide

Weizen kann sich fangen

Weizen: Die Vorgaben für den internationalen Weizenmarkt kommen weiterhin aus Übersee. In Chicago knüpfen die Notierungen an die stabilere Tendenz des Vortags an. Die neue Ernte legt mehr als 8 Cents/Bushel zu. Der etwas schwächere Dollarkurs, Gegenreaktionen auf die Verluste der Vortage und Shortabdeckungen sorgen für den Auftrieb. In der kommenden Woche findet im US-Weizengürtel die Erntebereisung in Kansas statt. Der Markt erwartet davon neue Erkenntnisse über die US-Weizenernte. Russland hat angedeutet, dass die Exportsteuern für Getreide Mitte Mai fallen könnten.
 
Am europäischen Weizenmarkt fehlten neue Anregungen. Die freundlicheren Vorgaben aus Chicago brachten den Matif-Weizen zumindest aus der Defensive. Der Mai notierte ein Plus von 0,50 €/t, die neue Ernte schloss für Dezember neutral. Am Hamburger Markt haben die Abgeber ihre Preisvorstellungen für Weizen Basis 12 Prozent etwas angehoben und fordern eine Prämie von 6 €/t auf die Matif-Notierung. Die Kaufideen lagen unverändert bei einer Prämie von 4 €/t.
 
Mais: Die Chicagoer Maiskurse profitierten etwas von etwas höheren Weizen- und Sojabohnennotierungen. Die Kurse legen bis zu 3,2 Cents/Bushel zu. Ein schwächerer US-Dollarkurs gab ebenfalls etwas Hilfestellung. Die Aussaatbedingungen im Mittleren Westen sind nahezu ideal. Die wöchentlichen US-Ethanolbestände sind zwar um 2,3 Prozent gefallen, allerdings steht auch eine etwas rückläufige Ethanol-Produktion dahinter.
 
An der Matif hielt die schwache Tendenz für Mais an. Die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Der Juni notierte knapp unterhalb von 158 €/t.
 
Südafrika erwartet in diesem Jahr aufgrund fehlender Niederschläge nur eine Maisernte  von 9,8 Mio. t. Südafrika ist einer größeren globalen Maisproduzenten hatte im Vorjahr noch 15 Mio. t Mais geerntet. (St)
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