Märkte am Morgen: Getreide

Weizen legt deutlich zu

Weizen: An der Matif gab Weizen eine stramme Vorstellung. Die Notierungen legen bis zu 5,50 €/t zu, der Frontmonat Januar schloss 4,50 €/t fester. Die festen Vorgaben aus Chicago und Spekulationen über mögliche Exportbeschränkungen Russlands lösten die Rally aus. In Chicago notierte Weizen bei Börsenschluss 9 Cent/bushel im Plus. Im Sitzungsverlauf wurden noch höhere Kurse erzielt.  
 
Der russische Agrarminister hat angedeutet, dass Russland alle Optionen bis zu einem Embargo prüfen werde, um die Weizenexporte einzudämmen. Der Verfall des russischen Rubels macht den Weizenexport zurzeit deutlich attraktiver als Weizenverkäufe im Inland. Mit den schwachen Rubel ist russischer Weizen am internationalen Markt wieder interessant geworden, wie der jüngste Ägypten-Tender der Vorwoche zeigte, bei dem Russland mit 120.000 t zum Zuge kam. Die russische Regierung befürchtet anscheinend, dass die Exporte den Inlandsmarkt verknappen und zu einem Anstieg der Nahrungsmittelpreis auf Rubel-Basis führen könnten.  
 
Mais: Bei Mais blieben die Fonds in Chicago in vorweihnachtlicher Kauflaune und trieben die Notierungen für März erstmals seit fünf Monaten über die psychologische Schwelle von 4 US-$/bushel. Der März zog 9 Cent/bushel an. Die Fonds sollen mehr als 18.000 Kontrakte netto in die Bücher genommen haben. Fundamentale Gründe für die Rally lassen sich weit und breit keine ausmachen. Selbst der im Vorfeld durchgesickerte FSA-Bericht lässt sich als Argument kaum strapazieren, obwohl danach in diesem Frühjahr in den USA etwas weniger Mais im Boden gekommen war, als vom USDA-ausgewiesen.
 
An der Matif  zog Mais mit festeren Weizen und höheren Chicagoer Notierungen mit. Der Januar legte 2,25 €/t auf 157,25 €/t zu. (St)
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