Märkte am Morgen: Getreide

Weizen macht etwas Boden gut

Weizen: Die Sorgen um die europäische Weizenqualität und erste Druschergebnisse aus Frankreich bringen die Weizenkurse an der Matif etwas nach oben. Der September legt 1,50 €/t auf 161 €/t zu. Der Dezember schließt mit 164,50 €/t. Am Hamburger Markt waren die Kassaprämien für Weizen Basis 12 Prozent zur Lieferung im September mit 1,00 bis 2,00 €/t über Matif-Dezember unverändert.
 
In Frankreich fallen die ersten Weizenerträge im Südwesten schwächer als erwartet aus.  Einschätzungen aus Handelskreisen zufolge deutet sich eine kleinere französische  Weizenernte an. Allerdings können die Proteinwerte und Naturalgewichten auf den frühen Standorten überzeugen. Die möglichen Weizenprobleme Frankreich liegen aber in den nördlichen Anbaugebieten. England rechnet mit einem Fusarien-Risiko, vor allem in den südöstlichen Anbaugebieten des Landes.
 
In Chicago profitierte Weizen vom festeren Mais und legte bis zu 5 Cent/bushel für die vorderen Termine zu. Die US-Weizenernte ist zu 76 Prozent abgeschlossen, die Sommerweizenernte hat begonnen.
 
In Russland verschärft sich der Erntedruck auf die Weizenpreise. Nach Auswertungen der Beratungsorganisation Ikar sind die Preise für Weizen mit 12,5 Prozent Protein am Schwarzen Meer auf 165 US-$/t fob gefallen.
 
Mais: Die Aussicht auf ‚hot and dry‘ in den nächsten 8 bis 14 Tagen brachte die Chicagoer Maisnotierungen etwas nach oben. Der Dezember legt 5 Cent/bushel auf 3,63 $ US-$/bushel zu. Unterstützung bekamen die Börsenkurse durch die ansehnlichen wöchentlichen US-Exportverladungen von 1,33 Mio. t Mais. Die Bonitierung der US-Feldbestände blieb mit einem Anteil von 76 Prozent in den Kategorien +/++ unverändert. 56 Prozent der US-Bestände befinden sich in der Blütephase.
 
An der Matif ruderten die Maiskurse etwas zurück. Bei vergleichsweise lebhaften Geschäft verlor der August 2,00 €/t, die neue Ernte sogar bis zu 2,75 €/t. Der August notierte knapp unter 172 €/t. (St)
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