Märkte am Mittag

Weizen mit massiven Verlusten

Markttendenz
Die großen Weizenbestände lassen wenig Spielraum für steigende Preise. Beim Soja sind im August nach Wetteränderungen in den USA größere Preisausschläge möglich.
Tiefrot startet der Weizen dies- und jenseits des Atlantiks in die neue Woche. An der CBoT verliert der September bis zum Mittag noch einmal 7 Cent auf 4,32 US-$/bushel. Seit der Veröffentlichung des Wasde am vergangenen Donnerstag verlor Weizen knapp 30 Cent oder 8 Prozent. Auch an der Matif sorgt die gute globale Versorgung für Verluste. Der September verliert 2,25 € und sinkt auf 158,25 €/t, der Dezember nähert sich mit Verlusten von 2,75 €/t weiter der 160-Euro-Marke an und steht am Mittag bei 162,75 €/t.

Am Kassamarkt in Westdeutschland sind die Brotweizenpreise recht stabil. Vorne sind die Zweite Hand und auch die Mühlen am Markt. Auf Termin wird nur wenig gehandelt. Die Prämien der Mühlen in Westfalen und im Rheinland lagen heute Morgen noch auf dem Niveau vom Freitag. Nach den erneuten Kursverlusten rechnen Händler aber mit einer Anpassung. Für Brotweizen zur Lieferung im August liegen die Geldkurse franko Westfalen bei 175 €/t. Bei den vielfach niedrigen Hektolitergewichten reagieren die Mühlen kooperativ. Akzeptiert werden auch Partien mit bis zu 72 kg. Die Abzüge bewegen sich dabei in einem Bereich, der eine Abrechnung zu einem Preis über dem Futterweizenniveau erlaubt.

Verluste für die Bohne ziehen auch den europäischen Raps ins Minus. In Chicago geben Sojabohnen um 9 Cent auf 9,26 US-$/bushel nach. November-Raps verliert an der Matif 2,25 € auf 369,50 €/t. Auch Sojaschrot gibt um 2,30 US-$ auf 297 US-$ nach. (SB)
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