Märkte am Morgen: Getreide

Weizen notiert stetig

Weizen: Die freundliche Tendenz beim Matifweizen hält an. Der Januar legt 1 €/t zu und schließt knapp unter 179 €/t. Die gedrückten Chicagoer Weizenkurse bremsten den Auftrieb. Europäischer Weizen profitiert derzeit vom schwachen Euro, der sich gegenüber dem US-Dollar um den niedrigsten Stand seit zwei Jahren bewegt. Die Kassamarktprämien am Hamburger Markt waren für Weizen Basis 12 Prozent Protein mit 15,00 bis 16,00 €/t unverändert.
 
Saudi-Arabien hat am Montag 345.000 t Weizen optioneller Herkunft gekauft. Über die genauen Herkünfte wurde noch nichts bekannt, außer dass die USA nicht zum Zuge gekommen sein sollen. Mögliche Lieferanten könnten die EU, Südamerika und Australien sein. Aus der EU könnte Weizen aus Deutschland, den baltischen Staaten oder aus Polen im Tender sein, vermuten Handelskreise. Frankreich ist dabei, 58.000 t Futterweizen nach Destination Südkorea zu verladen.
 
In Chicago notierte Weizen nach freundlichem Start etwas schwächer. Mais und Soja drückten, die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 447.300 t werden neutral bewertet.   
 
Mais: Die Maisnotierungen in Chicago gaben um die 5 Cent/bushel nach. Die Rekordmaisernte und schwache wöchentliche US-Exportverladungen von 530.000 t sowie umfangreiche Verkäufe der Fonds drückten auf die Kurse. Gebremst wurde der Druck durch feste Kassapreise, da die US-Farmer sich bei Preisen unterhalb der Produktionskosten nicht von ihrem Mais trennen wollen. Die US-Maisernte war zum Wochenanfang zu 94 Prozent abgeschlossen. Voraussichtlich wird die Ernte in diesem Jahr nicht beendet werden können.
 
An der Matif legte Mais 1,0 €/t zu. Der Januar notierte bei Börsenschluss etwas oberhalb von 153 €/t. (St)
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