Märkte am Morgen: Getreide

Weizen schließt durchwachsen

Weizen: Die Nachrichtenlage an den Weizenmärkten blieb dünn. An der Matif gaben die Weizenkurse nach, der November schließt 0,75 €/t schwächer, die Termine im neuen Jahr verlieren etwas mehr. In Chicago ziehen die Weizennotierungen dagegen leicht an.
 
Die wichtigste Meldung für die europäischen Märkte dürfte die Ankündigung Algeriens gewesen sein, dass es keine Weizenmischungen aus unterschiedlichen Herkünften importieren will. Nach Agenturberichten besteht Algerien darauf, dass das die künftige Weizenimporte aus dem Land stammen müssen, aus dem sie verladen werden. Damit wären Weizenmischungen von französischen Weizen mit anderen Herkünften für Algerien tabu. Zuletzt hatten französische Exporteure Schiffsladungen von Aufmischweizen in Litauen und Großbritannien gekauft, um Partien damit aufzubessern.
 
Ägypten hat einen Weizenkauf über 175.000 t in Russland und Rumänien getätigt. Rumänien wird 60.000 t liefern. Auch französischer Weizen wurde offeriert, die Forderungen sollen nur wenig über die günstigsten russischen Offerten gelegen haben. Pakistan hat sich kürzlich mit 700.000 t Weizen aus Russland eingedeckt.
 
Mais: Die Aussicht auf eine Rekordmaisernte und vorteilhaftes Wetter in den US-Maisanbaugebieten drückten auf die Chicagoer Kurse. Die Notierungen gaben auf allen Termin etwas nach. Auch gute Bonitierung der Feldbestände schlug sich unterschwellig auf die gedrückte Tagestendenz nieder. Immerhin sehen 73 Prozent der US-Maisbestände gut bis exzellent aus.
 
An der Matif färbten der schwächere Chicagoer Mais und gedrückte Weizenkurse auf die Notierungen ab. Kurse gaben leicht nach, denn auch in Europa wächst eine große Maisernte heran. (St)
 
stats