Märkte am Morgen: Getreide

Weizen und Mais folgen schwachem Soja

Weizen: Die USDA-Zahlen brachten keine wesentlichen Veränderungen der globalen Weizenbilanz. Die Weizenernten auf der Südhalbkugel wurden nur für Australien um 0,5 Mio. t auf 27 Mio. t nach oben korrigiert. Auch die globalen Endbestände werden nach einer minimalen Aufwärtskorrektur mit knapp 184 Mio. t völlig neutral ausgewiesen. Dennoch gaben die Weizenkurse in Chicago für den Mai fast 5 US-$/t nach und unterbrachen den strammen Aufwärtstrend der Vortage.
 
Die Korrektur stand im Zeichen von schwachen Commodities, gedrückten Sojanotierungen und Gewinnmitnahmen. Sie dürfte nur von kurzer Dauer gewesen sein, denn die US-Getreidewirtschaft hofft auf neue Exportchancen durch die Krim-Krise und Ausfälle der ukrainischen Getreideexporte. Marktbeobachter gehen aber davon aus, dass bereits eine hohe Risikoprämie für die unsichere Entwicklung in der Ukraine eingepreist sein könnte.
 
An der Matif verabschiedete sich der März-Kontakt mit einem Minus von 6,75 €/t und einem Schlusskurs von 218,50 €/t vom Börsenparkett. Nach technischen Korrekturen hat sich der Preisabstand zum neuen Frontmonat kräftig abgebaut. Der Mai verlor 3 €/t und notierte am Vortag bei 207 €/t.
 
In seinem neuen Report hat das US-Landschaftsministerium die europäischen Weizenexporte um 1,5 Mio. t auf einen neuen Rekordwert von 29 Mio. t heraufgesetzt. Für Russland geht das USDA gegenüber dem Vormonat nun mit 17,5 Mio. t von 1 Mio. t höheren Weizenexporten  aus.  
 
Mais: Auch bei Mais ließ der USDA-Report fundamentale Neuigkeiten vermissen. Die Börsennotierungen standen ebenfalls unter dem Einfluss des schwachen Sojakomplexes und einer übergreifenden gedrückten Stimmung bei den Commodities. Die Kurse gaben in Chicago gut 4 US-$/t nach. An der Matif notierte der Mais nach einen Minus von 1,50 €/t bei 182,50 €/t. (St)
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