Märkte am Morgen: Getreide

Weizen und Mais freundlicher

Weizen: An der Matif können sich die Weizenkurse etwas stabilisieren. Zum Wochenschluss legten die Notierungen für fast alle Termine 3,25 €/t zu. Der Dezember schließt mit 163,25 €/t. Festere Vorgaben aus Chicago, Qualitätsbefürchtungen für die  europäische Weizenernte und eine rückläufige Bonitierung der französischen Weizenbestände sorgten für eine freundlichere Stimmung. In Frankreich hat das Getreideamt AgriMer die Bonitierung der französischen Weizenbestände gegenüber der Vorwoche für die Kategorien +/++ um 6 Prozent auf 59 Prozent nach unten korrigiert.
 
Die EU-Kommission rechnet mit einer europäischen Weichweizenernte von 144,6 Mio. t und hat die vorangegangene Schätzung um 500.000 t herabgesetzt . Im Vorjahr hatte die EU eine Rekordweizenernte von 151,6 Mio. t eingefahren.
 
In Chicago legten die Maisnotierungen bis zu 10,4 Cent/bushel zu. Der September notierte bei 4,35 US-$/bushel. Gute US-Exportzahlen, vor allem aber die festeren  Maisnotierungen stützen die Chicagoer Kurse. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 825.000 t aus der Ernte heraus können sich sehen lassen und kam besser herein, als erwartet.
 
Brasilien erwartet von einem La Nina-Effekt positive Auswirkungen auf die kommende Weizenernte. Die Conab prognostizierte eine Ernte von 6,3 Mio. t und ein Plus von 800.000 t gegenüber dem Vorjahr. Die USDA Schätzung lag zuletzt noch 1 Mio. t darunter.
 
Mais: Die Maisnotierungen in Chicago bewegen sich wieder nach oben. Mit Kursgewinnen von bis zu 14 Cent/bushel reagierte die Börse auf technische Einflüsse aufgrund überverkaufter Märkte und auf die Aussicht auf trockeneres und heißes Wetter in der zweiten Julihälfte.
 
Auch an der Matif konnte Mais etwas punkten. Die alte Ernte legte 1,50 €/t zu und schloss mit 171,00 €/t. Für die neue Ernte fielen die Notizgewinne für den November-Kontrakt doppelt so hoch aus.
 
Die EU-Kommission rechnet mit einer europäischen Maisernte von 65,2 Mio. t und einer  Gerstenernte von 62,4 Mio. t in der EU. Die Maisernte würde danach 7,2 Mio. t und die Gerstenernte 1,8 Mio. t größer als im Vorjahr ausfallen. (St) 
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